Tour de France Wetten 2026: GGL-Anbieter, Märkte, Quoten und was das wirklich kostet
Stand: 16. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Die Frankreich-Rundfahrt 2026 ist gefahren, der Sieger steht fest: Tadej Pogačar gewann vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro, Mads Pedersen holte das grüne Trikot, Richard Carapaz das gepunktete. Wer in Deutschland auf Radrennen wettet, nutzt dafür Anbieter mit deutscher Erlaubnis, bei denen die Sportwettensteuer, das Einzahlungslimit und die Quote den Wetteinsatz beeinflussen. Der folgende Artikel erläutert die Rechtslage, die Mechanismen hinter den Wettquoten und die regulatorischen Standards, die das Wetten in Deutschland sicher machen.
Rechtslage: Welche Anbieter in Deutschland Tour-de-France-Wetten annehmen dürfen
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), wer Sportwetten im Internet veranstalten oder vermitteln darf. Die Erlaubnis vergibt seit dem 1. Juli 2021 die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) – auf Grundlage von § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV. Wer ohne diese Erlaubnis Sportwetten an deutsche Kunden richtet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Wirkung: Sie ist im Geltungsbereich des GlüStV schlicht keine.

Die GGL führt die in § 9 Abs. 8 GlüStV vorgesehene Whitelist. Sie ist das einzige amtliche Verzeichnis, an dem sich prüfen lässt, ob ein Anbieter aktuell eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzt. Die hier herangezogene Liste trägt den Stand 2. Oktober 2026. Sie verzeichnet 30 Einträge, davon 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei weitere, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede gelistete Domain endet auf .de – doch die Endung allein beweist nichts: Eine .de-Domain kann auch ein Anbieter ohne Erlaubnis registrieren. Maßgeblich ist allein, ob das Sportwetten-Angebot unter der Domain gelistet ist, unter der es auch beworben wird.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist weist das Datum der Ersterlaubnis und – soweit vorhanden – einer Folgemaßnahme aus, aber kein Enddatum. Wer ein Enddatum in den Raum stellt, verlässt den amtlichen Stand.
Welche Wetten überhaupt zulässig sind, regelt § 21 GlüStV: feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses, eines Abschnitts oder eines Vorkommnisses darin, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1). Nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat, dürfen angeboten werden (§ 21 Abs. 5). Livewetten sind eingeschränkt: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz und Ähnliches in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind – das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nein (§ 21 Abs. 4). Ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zu E-Sports hat die GGL klargestellt, dass Wetten darauf nicht möglich sind, da E-Sports nicht als Sport anerkannt wird; lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Über virtuelle Sportarten schweigt die Behörde – wer hier etwas behauptet, behauptet mehr, als die Rechtslage hergibt.
Die Strafbarkeit ist im Strafgesetzbuch geregelt: Das Veranstalten unerlaubten Glücksspiels kann nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, das Werben dafür nach § 285 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB ebenfalls strafbar – bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Strafverfahren gegen einzelne Spielerinnen und Spieler sind in der Praxis nicht etabliert; das ist weder eine Freibrief- noch eine Drohgebärde, sondern eine nüchterne Feststellung. Die GGL kann gegenüber unerlaubten Anbietern Verbots-, Zahlungs- und Netzsperren anordnen (§ 9 GlüStV).
Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof mit Beschluss vom 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Sportwettenverträge entgegensteht; der Kläger fordert dort von Tipico die Rückzahlung von mehr als 3.700 € an Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 hat der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, soll es dabei bleiben. Das ist die Richtung, die der EuGH einschlagen könnte; ein Urteil, das jedem Spieler eine Rückzahlung verspricht, ist es nicht. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.
Die ehrliche Gegenüberstellung: Offshore-Anbieter verlangen keinen Personalausweis, kennen weder das 1.000-€-Standardlimit noch die Sperrdatei, kassieren dafür aber keine deutsche Aufsicht. Whitelist-Anbieter bedeuten Legalität, Spielerschutz und deutsche Beschwerdewege, dafür aber das Einzahlungslimit, eingeschränkte Live-Märkte, volle Identitätsprüfung und Zahlungen nur auf ein Konto im eigenen Namen.
Verantwortliches Wetten: Was das 1.000-€-Limit, OASIS und LUGAS für Tour-de-France-Wetten bedeuten
Eine Frankreich-Rundfahrt zieht sich über drei Wochen, mit Etappen an fast jedem Tag. Wer hier mitspielt, hat nicht die kurze Aufmerksamkeitsspanne eines Fußballspiels. Das macht den Schutzrahmen wichtiger, nicht weniger. Drei Bausteine tragen ihn: das Einzahlungslimit, die Sperrdatei OASIS und die Aktivitätsdatei LUGAS.
Das monatliche Einzahlungslimit beträgt nach § 6c Abs. 1 GlüStV 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Es wird technisch über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt: Jede Einzahlung wird gegen das verbrauchte Limit gerechnet, jeder Versuch, das Limit zu umgehen, schlägt fehl. Ein Anbieter darf für einzelne Kundinnen und Kunden ein höheres Limit setzen, wenn er wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen kann – bis 10.000 € ohne weitere Bedingung, im Bereich 10.000 € bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundschaft. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach sieben Tagen. Das ist die formale Seite; im Alltag heißt das: Wer mehr ausgeben will, muss den Nachweis führen, dass er es sich leisten kann.
OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Es wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die sperrende Person eine Frist benennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre – durch Angehörige oder den Anbieter – ist ebenfalls möglich. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die ohne aktives Aufheben bestehen bleibt. Wer in OASIS eingetragen ist, kann bei keinem Whitelist-Anbieter mehr spielen; bei Offshore-Anbietern ist OASIS unbekannt.
LUGAS führt neben der Limitdatei auch eine Aktivitätsdatei nach § 6h GlüStV. Parallelspiel – also die gleichzeitige Teilnahme an mehreren Wettanbietern – ist verboten; das System erkennt es und unterbricht. Auch das ist kein Vorschlag, sondern gesetzliche Regel.
Vor der Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV das Spiel für längstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Wer sich also ohne Ausweis anmeldet, kann eine Etappe miterleben, aber kein Geld auszahlen lassen.
Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen zulässig, das bei einem Institut im Sinne des Geldwäschegesetzes geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten – sind auf Whitelist-Anbietern nicht zugelassen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo nach § 6b Abs. 6-7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Was das mit Tour-de-France-Wetten konkret zu tun hat: Wer drei Wochen lang auf Etappensieger, Gesamtwertung und Bergtrikot setzt, kommt mit 1.000 € Monatslimit eine Weile hin, sofern er diszipliniertere Einsätze wählt. Wer das Limit ausreizt, hat kein weiteres Budget mehr, falls sich die Wettlage dreht. Wer parallel bei einem zweiten Anbieter spielt, verstößt gegen § 6h – das LUGAS-System unterbricht auch dort.
Wettarten und Quoten: Wie Quoten entstehen, was die Marge kostet und welche Märkte es gibt
Eine Quote ist keine objektive Wahrscheinlichkeit. Sie ist das, was der Buchmacher anbietet, und sie enthält immer einen Aufschlag, der die Marge bildet. Wer das nicht im Kopf hat, vergleicht Äpfel mit Birnen und unterschätzt, was die Quote über die Zeit kostet.
Wie Quoten entstehen
Buchmacher setzen Quoten, indem sie für jedes mögliche Ergebnis eine Wahrscheinlichkeit schätzen und mit einem Sicherheitsaufschlag versehen. Liegen die wahren Wahrscheinlichkeiten bei 50/50, würde eine „faire“ Quote 2,00 ergeben. Steht die Quote 1,90, hat der Anbieter einen Aufschlag einkalkuliert. Rechnerisch heißt das: Die Auszahlungsquote – der Anteil aller Einsätze, den ein Markt im Schnitt zurückzahlt – ist 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus die Auszahlungsquote.
Rechenbeispiel: Marge eines Zwei-Wege-Marktes
Nehmen wir einen idealisierten Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1,90 und 1,90. Das ist ein Beispiel, kein notierter Preis. Die Auszahlungsquote ergibt sich zu 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) ≈ 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500. Der Markt zahlt also rund 95,0 % der Einsätze zurück; die Marge liegt bei rund 5,0 %. Bei Quoten von 1,85 / 1,85 sinkt die Auszahlungsquote auf 1 ÷ (1/1,85 + 1/1,85) ≈ 0,9259, die Marge steigt auf rund 7,4 %. Bei 1,80 / 1,80 sind es nur noch 90,0 % Auszahlung und 10,0 % Marge. Eine Marge von 5 % ist für einen Zwei-Wege-Markt gut, 7 % alltäglich, alles darüber teuer.
Die Marge ist nicht der Verlust eines einzelnen Spielers; sie ist der durchschnittliche Verlust, wenn man sehr viele Wetten auf demselben Markt platziert. Eine einzelne Wette kann deutlich mehr oder weniger zurückzahlen, der Erwartungswert über viele Wetten ist die Auszahlungsquote. Wer regelmäßig wettet, zahlt die Marge.
Für die Tour de France bedeutet das: Märkte mit vielen Ausgängen – Etappensieger unter 150 bis 180 Fahrern – haben strukturell höhere Margen als Zwei-Wege-Märkte. Der Auszahlungsschlüssel bei großen Favoritenfeldern liegt oft nur bei 80 bis 85 %, was eine Marge von 15 bis 20 % bedeutet. Wer auf einen klaren Außenseiter zur hohen Quote setzt, akzeptiert implizit, dass der Anbieter auf diesem Markt mehr verlangt.
Wettarten bei der Tour de France
Die GGL lässt über das Sportwettprogramm feste Quoten auf den Ausgang von Sportereignissen zu. Was Tour-de-France-spezifisch angeboten wird, regelt jeder Anbieter im Rahmen seiner Zulassung. Was im Radsport üblich ist:
- Gesamtsieger (Outright). Wette auf den Sieger der Gesamtwertung nach Zeitaddition. Markt mit vielen Ausgängen und entsprechend hoher Marge. Quoten ändern sich über die drei Wochen, wenn sich das Renngeschehen verdichtet.
- Etappensieger. Wette auf den Sieger einer einzelnen Etappe. Tagesmarkt, oft mit 20 bis 40 Ausgängen, je nach Streckenprofil und Favoritenfeld. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV eingeschränkt: Während der laufenden Etappe darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, nicht auf den nächsten Anstieg oder die nächste Sprintwertung.
- Trikotwertungen. Wetten auf den Träger des gelben Trikots (Gesamtwertung, kumulierte Zeiten), des grünen Trikots (Punktewertung, Zwischensprints und Etappenankünfte), des gepunkteten Trikots (Bergwertung, vor allem Bergwertungspunkte) und des weißen Trikots (Nachwuchswertung, Fahrer unter 26 Jahren zum 1. Januar des Rennjahres).
- Head-to-Head. Zwei-Fahrer-Vergleich auf Etappen- oder Gesamtwertungsbasis. Häufig ein Zwei-Wege-Markt mit entsprechend niedriger Marge.
- Kombiwetten. Mehrere Einzelauswahlen werden kombiniert; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Kombiwette erhöht den möglichen Gewinn, aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Bein falsch liegt. Die Marge akkumuliert sich: Bei zwei Beinen à 5 % Marge liegt die kombinierte Marge über 9 %.
Diese Aufzählung ist keine Marktliste eines Anbieters; sie zeigt, welche Wettarten im Radsport üblich und nach GlüStV grundsätzlich zulässig sind. Welche Wetten ein Anbieter tatsächlich anbietet, steht in seinem Wettprogramm.
Livewetten bei der Tour de France
Livewetten sind erlaubt, aber begrenzt. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz und Ähnliches in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Bei der Tour de France sind Etappensiege vergleichsweise seltene Ereignisse, aber die „nächste Sprintwertung“ oder „der nächste Bergpunkt“ sind keine zugelassenen Mikromärkte. Wer live wetten will, bleibt in der Regel beim Etappensieger-Markt. Die Auszahlung erfolgt nach dem offiziellen Ende des Ereignisses; während der Etappe ausgewertete Wetten werden erst nach Zieleinlauf und offizieller Wertung ausgezahlt.
Wie eine Quote zur Auszahlung wird
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Wer 10 € auf eine 3,50-Quote setzt, erhält 35 € zurück, der Reingewinn ist 25 €. Bei einer Kombiwette aus zwei Beinen mit den Einzelquoten 2,10 und 1,80 multiplizieren sich die Quoten zu 3,78; 10 € Einsatz werden zu 37,80 €, der Reingewinn ist 27,80 €.
Auf den Bruttobetrag – Einsatz und Gewinn – wird die Wettsteuer erhoben, sofern der Anbieter sie an die Spielerinnen und Spieler weitergibt. Wie das geschieht, ist Sache des Anbieters; einige ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, manche übernehmen sie selbst. Die Werbung mit „0 % Wettsteuer“ bedeutet immer: Der Anbieter trägt die Steuer selbst und verzichtet auf die Weitergabe. Das ist ein Verkaufsargument, keine Besonderheit der Rechtslage.
Tour de France: Wie das Rennen funktioniert und was den Wettmarkt prägt
Wer auf die Tour de France wettet, ohne das Rennen zu kennen, wettet auf den Zufall. Die Grundlagen sind schnell erzählt.
Geschichte und Format
Die Tour de France wurde 1903 von der französischen Sportzeitung L’Auto gegründet. Die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Die Tour besteht meist aus rund zwanzig Etappen nach dem Grand Départ, dem Auftakt außerhalb Frankreichs in manchen Jahren, und umfasst Streckenlängen um die 3.500 km. Die kürzeste Tour 1903 war 2.428 km lang, die längste 1926 mit 5.745 km. Seit dem Dopingskandal von 1998 wurde die Streckenlänge auf rund 3.500 km verkürzt. Seit 2018 bestehen die Teams aus acht Fahrern (bis 2017 waren es neun), und alle 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet.
Wertungen
Vier Trikotwertungen strukturieren das Rennen:
- Gelbes Trikot (maillot jaune). Führung in der Gesamtwertung, berechnet nach addierten Zeiten über alle Etappen. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag.
- Grünes Trikot (maillot vert). Führung in der Punktewertung, gespeist aus Zwischensprints und Etappenankünften. Sprinter sammeln hier die meisten Punkte.
- Gepunktetes Trikot (maillot à pois). Führung in der Bergwertung. Punkte gibt es auf ausgewiesenen Steigungen, die in Kategorien eingeteilt sind; je höher die Kategorie, desto mehr Punkte.
- Weißes Trikot (maillot blanc). Führung in der Nachwuchswertung für Fahrer, die zu Beginn des Rennjahres jünger als 26 Jahre sind.
Die Tour de France 2026
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 statt, mit Start in Barcelona und Ziel in Paris. Sie umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km. Sieger wurde Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG), der damit seinen fünften Toursieg nach 2020, 2021, 2024 und 2025 holte – gleichauf mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Zweiter wurde Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe), Dritter Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG). Das grüne Trikot gewann Mads Pedersen (Lidl-Trek), das gepunktete Trikot Richard Carapaz (EF Education-EasyPost).
Was das für Wetten bedeutet: Die Frankreich-Rundfahrt ist ein Rennen, das in Etappen entschieden wird. Wer auf den Gesamtsieger setzt, wettet auf eine dreiwöchige Konstanz, nicht auf einen Tag. Wer auf Etappensieger setzt, wettet auf Tagesform und Streckenprofil. Märkte, die beides vermischen, sind mit Vorsicht zu lesen.
Etappenprofile als Wettgrundlage
Die Etappenpläne wechseln zwischen Flachetappen, die Sprintentscheidungen begünstigen, hügeligen Etappen für Ausreißer, Bergabschnitten für Kletterer und Einzel- sowie Mannschaftszeitfahren. Eine flache Etappe hat andere Favoriten als ein Bergrennen der höchsten Kategorie. Wer ohne Profil-Kenntnis wettet, zahlt die Marge, ohne sie zu verstehen.

Wettanbieter mit GGL-Erlaubnis: Wer in Deutschland Tour-de-France-Wetten anbieten darf
Die folgende Übersicht zeigt Anbieter, die auf der GGL-Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026 für Sportwetten gelistet sind. Sie ist eine Auswahl, kein Ranking; ob ein Anbieter die beste Tour-de-France-Wette führt, hängt vom Wettprogramm und den Quoten ab, die im Einzelfall zu prüfen sind. Die Erlaubnis steht in der Whitelist mit Datum, die hier jeweils mit Ersterlaubnis und – soweit vorhanden – Folgemaßnahme angegeben ist.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betway | Whitelist-Eintrag, Inhaber Betway Limited, Malta | 09.03.2021 |
| bwin | Whitelist-Eintrag, Inhaber bwin (Deutschland) Limited, Malta | 09.10.2020 |
| Betano | Whitelist-Eintrag, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag, Inhaber Hillside (Europe) ENC, Malta | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag, Inhaber DZBT Operations Limited, Malta | 22.08.2023 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag, Inhaber WINAMAX S.A. | 29.06.2021 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag, Inhaber Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| Bet3000 | Whitelist-Eintrag, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta | 22.04.2026 |
| Wettarena | Whitelist-Eintrag, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta | 09.10.2020 |
| Interwetten | Whitelist-Eintrag, Inhaber Interwetten Gaming Limited, Malta | 02.11.2020 |
Dass eine Whitelist-Erlaubnis vorliegt, heißt noch nicht, dass jeder Anbieter die gleiche Tour-de-France-Wette führt. Radsportwetten sind bei Weitem nicht bei jedem Anbieter gleich gut sortiert; Etappensieger-Märkte, Head-to-Head-Vergleiche und Trikotwertungen sind nicht selbstverständlich. Wer einen Anbieter für die Frankreich-Rundfahrt wählt, sollte vor der ersten Wette ins Wettprogramm sehen.
Betway
Betway ist mit einer Whitelist-Erlaubnis für Sportwetten seit März 2021 in Deutschland aktiv. Die App nennt Cash Out, bei dem das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ erscheint und der Wert der offenen Wette angezeigt wird; ausgezahlt werden kann der volle Betrag oder ein Teil. Cash Out ist keine Pflichtfunktion; ob und zu welchen Bedingungen sie verfügbar ist, hängt vom Markt und vom Spielstand ab. Für die Tour de France bietet Betway ein Wettprogramm mit Gesamtsieger- und Etappensieger-Märkten, deren konkrete Tiefe vor der Wette zu prüfen ist. Wer Cash Out schätzt, sollte wissen, dass die Funktion den Buchmacher in die Gegenposition bringt: Er kauft die Wette zurück und nimmt dafür einen Abschlag.
bwin
bwin gehört zu den frühen Whitelist-Einträgen und ist seit Oktober 2020 mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis aktiv. Die Marke bwin steht im deutschsprachigen Raum für eine breite Wettauswahl, die Radsport einschließt. Wie tief das Tour-de-France-Programm sortiert ist, welche Quoten angeboten werden und ob es Etappensieger- oder Trikotwertungs-Märkte gibt, zeigt das Wettprogramm zum jeweiligen Zeitpunkt. Für bwin spricht die lange Marktpräsenz, gegen eine pauschale Empfehlung spricht, dass Wettqualität tagesabhängig ist.
Betano
Betano ist seit Februar 2021 mit einer Whitelist-Erlaubnis für Sportwetten auf Betano.de aktiv. Die App-Beschreibung nennt Bet Builder (Kombination mehrerer Märkte aus einem Spiel), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Radsport-Streaming ist nicht in dieser Liste; wer auf Etappenbilder wetten möchte, sollte prüfen, ob Betano einen entsprechenden Live-Kanal anbietet. Der Bet Builder ist eher für Spiele mit vielen Märkten gedacht; bei der Tour de France, wo Outright-Märkte vorherrschen, spielt er eine geringere Rolle.
bet365
bet365 ist mit einer Whitelist-Erlaubnis seit Oktober 2020 einer der etabliertesten Anbieter auf dem deutschen Markt. bet365 ist bekannt für ein tiefes Wettprogramm und für In-Play-Wetten, die im Rahmen der GGL-Regeln funktionieren. Für die Tour de France bedeutet das: Das Angebot an Etappen- und Gesamtsieger-Märkten ist tendenziell breit, die Live-Märkte während einer Etappe sind aber auf das Endergebnis beschränkt, nicht auf Mikromärkte. Wer ein umfangreiches Wettprogramm schätzt, ist hier richtig, sofern das konkrete Rennen im Programm ist.
DAZN Bet
DAZN Bet wird seit August 2023 über die DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta betrieben. Die Marke ist mit dem Streaming-Anbieter DAZN verbunden, was darauf hindeutet, dass Sport-Übertragungen in das Wettangebot integriert werden. Welche Sportarten live gestreamt werden und ob die Tour de France dazu gehört, ist im Einzelfall zu prüfen. DAZN Bet ist einer der jüngeren Whitelist-Einträge, was nicht automatisch schlechter ist, aber eine kürzere Marktpräsenz bedeutet.
Winamax
Winamax ist seit Juni 2021 mit Whitelist-Erlaubnis aktiv. Die Marke bewirbt sich mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Radsport war in dieser Studie nicht enthalten; die Aussage zu den „besten Quoten“ bezieht sich auf andere Sportarten. Wer auf die Tour de France wettet, sollte die Quoten für Radsportmärkte prüfen, nicht die Quoten für Fußball oder Tennis.
Tiptorro
Tiptorro (Tiptorro.de) ist seit Juni 2021 mit Whitelist-Erlaubnis aktiv. Die App-Beschreibung nennt die Torro Tec Limited als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Tiptorro positioniert sich als Anbieter mit deutscher Ausrichtung; das konkrete Tour-de-France-Programm und die Quoten sind im Wettprogramm zu prüfen. Die Marke hat in der deutschen Wettlandschaft eine kleinere Marktpräsenz als die großen Namen, was nicht automatisch schlechter ist, aber bei der Marktbreite einen Unterschied machen kann.
Bet3000
Bet3000 ist seit April 2026 mit Whitelist-Erlaubnis auf Bet3000.de aktiv – das ist der jüngste Ersterlaubnis-Datensatz in dieser Übersicht. Bet3000 ist als klassischer deutscher Wettanbieter bekannt, mit Schwerpunkt auf Einzelwetten und Quotenboosts bei ausgewählten Ereignissen. Für Radsportwetten heißt das: Das Wettprogramm kann solide, aber nicht unbedingt so breit wie bei großen internationalen Anbietern sein. Die kurze Whitelist-Geschichte macht Bet3000 nicht zu einem schlechteren Anbieter, lässt aber weniger Marktverhalten erkennen.
Wettarena
Wettarena gehört zur I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, und ist seit Oktober 2020 mit Whitelist-Erlaubnis aktiv. Wettarena positioniert sich als wettbegeisterte Marke mit Community-Ansatz. Für die Tour de France bedeutet das: Das Wettprogramm ist auf den üblichen Radsportmärkten zu prüfen; außergewöhnliche Spezialmärkte sind eher nicht zu erwarten.
Interwetten
Interwetten ist seit November 2020 mit Whitelist-Erlaubnis aktiv. Interwetten gehört zu den länger am Markt etablierten Marken und bietet ein breites Sportwettenprogramm, das Radsport einschließt. Wie tief die Märkte für Etappensieger und Trikotwertungen sind, zeigt das Wettprogramm im Einzelfall. Die Marke Interwetten steht für ein konservatives Wettangebot, was nicht heißt, dass die Quoten schlechter sind.
Sportwettensteuer: Was 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer bedeuten
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Die Bemessungsgrundlage ergibt sich aus den §§ 17, 18 RennwLottG. Die Steuer beträgt 5,3 % auf den Wetteinsatz abzüglich der Sportwettensteuer selbst (rund 5,03 % des eingezahlten Betrags). Beispiel: Bei 100 € Einsatz zahlt der Veranstalter nicht 5,30 € Steuer, sondern 5,30 € auf 105,30 €. Schuldner ist nach § 19 RennwLottG der Veranstalter, nicht die Spielerin oder der Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Wettenden weitergibt, ist Sache des Anbieters.
Drei Modelle sind in Deutschland verbreitet:
- Steuer auf den Einsatz. Der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab, der Rest wird zur Wette verwendet. Wer 10 € einzahlt, wettet effektiv mit 9,50 €.
- Steuer auf den Gewinn. Der Anbieter wettet mit dem vollen Einsatz, zieht die Steuer aber vom Bruttogewinn ab. Wer 10 € auf 3,50 setzt, erhält 35 € zurück, von denen die Steuer abgeht.
- Keine Weitergabe („0 % Wettsteuer“). Der Anbieter trägt die Steuer selbst. Die Werbung mit „0 % Wettsteuer“ bedeutet, dass auf den ersten Blick mehr auf dem Wettschein steht, weil nichts abgezogen wird.
Welches Modell ein Anbieter anwendet, steht in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Wer wissen will, was eine Wette tatsächlich kostet, liest dort nach, bevor er setzt.
Die Steuer ist kein Indiz für eine Lizenz. Auch ein Anbieter ohne GGL-Erlaubnis kann die Steuer ordnungsgemäß abführen; bezahlte Steuern beweisen keine Erlaubnis. Wer unsicher ist, ob ein Anbieter erlaubt ist, prüft das in der Whitelist – nicht auf dem Steuerbescheid.
Etappenplan, Quoten und Spielverlauf: Wie man eine Tour-de-France-Wette vorbereitet
Wer bei der nächsten Tour de France mitwetten will, hat drei Wochen Zeit, in denen sich Märkte öffnen und schließen, Quoten sich bewegen und Etappenprofile die Favoritenliste verschieben. Hier ist die Reihenfolge, in der man sich orientieren kann.
Vor dem Grand Départ
Der Etappenplan steht Wochen vorher fest. Er verrät, welche Etappen flach, hügelig oder bergig sind, wo Zeitfahren liegen und wo der Ruhetag fällt. Wer auf Etappensieger wetten will, kann vor dem Start nicht abschätzen, wer in welcher Form ist. Wer auf den Gesamtsieger wetten will, kann die Kandidatenliste eingrenzen, weil die Streckenprofile verraten, ob das Rennen Kletterer oder Allrounder begünstigt. Outright-Märkte haben in dieser Phase die höchste Auswahl und oft die höchsten Quoten, weil das Renngeschehen noch keine Auskunft gibt.
Während der ersten Woche
Nach den ersten Etappen zeigen sich die Favoriten. Die Quoten auf den Gesamtsieger sinken für Fahrer, die in Gelb sind oder nah dran, und steigen für Fahrer, die Zeit verloren haben. Wer jetzt auf einen Außenseiter setzt, akzeptiert, dass die Marge auf diesen Märkten hoch ist. Wer auf den Gesamtsieger eines Spitzenreiters setzt, sichert sich eine Quote, die in der zweiten Woche wahrscheinlich sinken wird.
Während der Bergetappen
In den Bergen trennt sich die Gesamtwertung. Wer vor den Bergetappen auf den Gesamtsieger gesetzt hat, hat jetzt eine Position – entweder in Form einer Wette, die im Geld liegt, oder in Form einer Wette, die kaum noch eine Chance hat. Cash Out ist hier eine Option, aber mit Abschlag. Wer die Wette laufen lässt, hofft darauf, dass der Spitzenreiter die Bergetappen übersteht.
Vor der Schlussetappe
Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag und in der Regel eine flache Etappe, die im Sprint endet. Sie entscheidet die Gesamtwertung in der Regel nicht mehr, weil die Zeitabstände zu groß sind. Wer auf den Etappensieger der Schlussetappe wettet, wettet auf einen Sprint, nicht auf die Gesamtwertung.
Nach dem Ziel in Paris
Die Wetten werden nach dem offiziellen Ende der Etappe und der offiziellen Wertung ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt auf das Zahlungskonto, das bei der Registrierung hinterlegt wurde – auf ein Konto im eigenen Namen, bei einem Institut im Sinne des Geldwäschegesetzes. Bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6-7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Häufige Fragen zur Tour de France und Wetten in Deutschland
Wo kann aus Deutschland auf die Tour de France gewettet werden?
Nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen sind. Die Whitelist ist die einzige amtliche Quelle, um eine Erlaubnis zu prüfen; eine .de-Domain oder eine EU-Lizenz reicht nicht.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?
Üblich sind Gesamtsieger (Outright), Etappensieger, Trikotwertungen (gelb, grün, gepunktet, weiß) und Head-to-Head-Vergleiche. Welche dieser Märkte ein Anbieter führt, steht in dessen Wettprogramm; die GGL lässt nur Wetten zu, die sie im Sportwettprogramm zugelassen hat.
Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet?
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Wer 10 € auf eine Quote von 3,50 setzt, erhält 35 € zurück; der Reingewinn ist 25 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten, was den möglichen Gewinn erhöht, aber auch die Marge akkumuliert.
Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt?
Während einer laufenden Etappe darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, nicht auf den nächsten Bergpunkt oder die nächste Sprintwertung. Diese Einschränkung gilt nach § 21 Abs. 4 GlüStV für alle Whitelist-Anbieter gleichermaßen; Mikromärkte während des Rennens sind nicht zulässig.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quote und Auszahlung aus?
Die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst, was rund 5,03 % des Einzahlungsbetrags entspricht. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt – vom Einsatz, vom Gewinn oder gar nicht – steht in dessen AGB und sollte vor der Wette geprüft werden.
Wie gilt das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Wettanbieter hinweg?
Das Limit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt kumuliert über alle Anbieter mit GGL-Erlaubnis und wird über die LUGAS-Limitdatei technisch durchgesetzt. Ein höherer Betrag ist nur möglich, wenn der Anbieter die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen kann; eine Selbsterklärung reicht nicht. Offshore-Anbieter sind an das Limit nicht gebunden, sind in Deutschland aber nicht erlaubt.
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