Wer beim Afrika-Cup wirklich mitbieten darf

Aktuell für Oktober 2026
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Wer beim Afrika-Cup wetten will, steht in Deutschland vor einer kurzen, aber harten Voraussetzung: Ohne Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel. Die zehn Anbieter, die hier verglichen werden, haben genau diese Erlaubnis – sie stehen auf der Whitelist der GGL, manche schon seit 2020. Was sie unterscheidet, ist nicht die Lizenz selbst, sondern wie sie Quote, Wettsteuer und Bonus handhaben.

Ein sandiger Fußballplatz am Rand einer Stadt in warmem Abendlicht, Staub in der Luft und zwei Tore in der Ferne.
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto'o mit 18 Toren.

Stand: 16. Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Rechtliche Lage: Warum nur GGL-Anbieter in Frage kommen

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 bundesweit, wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbieten darf. Die zentrale Stelle dafür ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle an der Saale. Sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die Aufsicht nach § 28a. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung; die GGL hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher noch einmal ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.

Ein Fußball liegt auf einem Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen von Spielzügen, aufgenommen von oben auf einem Holztisch.
Beim Afrika-Cup nehmen seit 2019 erstmals 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige verlässliche Test. Sie enthält am 2. Oktober 2026 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon besitzen zusätzlich eine Pferdewettenerlaubnis – und drei reine Pferdewette-Anbieter. Jede gelistete Domain endet auf .de, aber eine .de-Endung allein beweist noch nichts: Erst der Eintrag im Verzeichnis entscheidet.

Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV), die Whitelist zeigt jedoch nur das Ausstellungsdatum, nie ein Enddatum. Folgeerlaubnisse werden nachgepflegt. Was hier für die zehn verglichenen Anbieter angegeben ist, stammt jeweils aus dem Whitelist-Eintrag, nicht aus einem Marketingtext des Betreibers.

Wetten darf nur, wer auf der Seite der Erlaubnis steht. Ein Konzern, dessen Spielautomaten- oder Casinoerlaubnis die GGL ebenfalls listet, ist damit nicht automatisch auch für Sportwetten zugelassen. Die zehn Anbieter im Ranking tragen alle eine eigene Sportwetten-Erlaubnis.

Spielerschutz: Was jedes lizenzierte Konto mitbringt

Bei lizenzierten Anbietern gilt ein einheitliches Schutzpaket, das im Glücksspielstaatsvertrag und in der Spielerverordnung steht. Wer in Deutschland bei einem GGL-Anbieter spielt, bekommt dieses Paket unabhängig davon, ob AdmiralBet, ODDSET oder Winamax auf dem Wettschein steht.

Eine Waage aus Messing steht neben einer Lupe auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Einzahlungslimit und Verifizierung

Ohne vollständige Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden lang spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung (§ 6a GlüStV). Danach gilt das volle Limit: Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Ein Anbieter darf für einzelne Spieler höhere Limits festsetzen – bis 10.000 €, und für maximal ein Prozent seiner aktiven Spielerschaft bis 30.000 € – aber nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach sieben Tagen.

Paralleles Spielen ist verboten: Die LUGAS-Aktivitätsdatei verhindert, dass ein Spieler gleichzeitig bei zwei Anbietern aktiv ist (§ 6h GlüStV). Wer bei Anbieter A ein offenes Spiel hat, kann sich bei Anbieter B nicht parallel anmelden.

OASIS und Panikbutton

Die Spielersperrdatei OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) wird bei Registrierung und Anmeldung abgefragt. Wer sich selbst sperrt, wählt eine Frist von mindestens drei Monaten; ohne Frist gilt mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – ein Klick, eine kurze Pause, ohne Erklärungsdruck.

Zahlungen und Auszahlung

Erlaubt sind nur Zahlungen von einem Konto, das auf den Namen des Spielers läuft, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Produkte – haben bei lizenzierten Anbietern keinen Zugang. Das ist der Mechanismus, der sie aussperrt. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Wer hier nicht mitspielt

Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Das 1.000-€-Limit gilt dort nicht. Die Folgen sind kein deutsches Sperrsystem, kein Limitdatei-Schutz, kein Treuhandkonto nach § 6b und keine Beschwerdestelle bei der GGL. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg.

Wettarten, Quoten und Marge: Was ein Afrika-Cup-Wettschein kostet

Beim Afrika-Cup treffen dieselben Wettregeln aufeinander wie bei jeder anderen Fußball-Großveranstaltung: Drei-Wege-Marine auf den Spielausgang 1/X/2, Über/Unter-Wetten auf die Torzahl, Handicap-Linien auf asiatische oder europäische Art, Torschützenwetten und Langzeitwetten auf den Turniersieger oder den Sieger einer Gruppe. Hinzu kommen kombinierte Wetten aus mehreren Spielen oder mehreren Märkten desselben Spiels.

Was die Marge angeht, ist jeder Anbieter anders. Die Quote spiegelt den Markt wider, den der Anbieter gestaltet. Eine Quote von 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg lässt sich rechnerisch überprüfen: Die Auszahlungsquote dieses Markts 1/Markt ist 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,41 %. Der Buchmarge-Anteil dieses Markts – das ist das, was der Buchmacher von jeder eingesetzten Einheit behält – liegt damit bei rund 4,6 %. Bei Live-Wetten und exotischen Märkten wie Torschützenwetten oder Handicap-Kombinationen liegt die Marge in der Regel höher, bei Hauptmärkten vor großen Turnieren teils niedriger.

Das ist nicht statisch. Eine Quote ist eine Momentaufnahme – sie ändert sich mit dem Spielverlauf, mit dem Markt und mit dem Anbieter. Wer mehrere Anbieter vergleicht, sieht denselben Markt selten mit identischen Zahlen.

Kombiwetten und Cash Out

Kombiwetten multiplizieren die Quoten der Einzelbeine zu einer Gesamtquote. Das sieht verlockend aus, ist aber statistisch teuer: Mit jedem Bein steigt die Buchmachermarge, weil der Anbieter die Unsicherheit jedes Beins einkalkuliert. Eine Kombiwette mit drei Beinen zu 1,50, 1,80 und 2,20 hat eine Gesamtquote von 5,94 – aber die implizite Auszahlungsquote sinkt.

Cash Out ist kein Produkt aus dem Glücksspielstaatsvertrag; die GGL hat dazu keine Vorgabe gemacht. Was Cash Out wert ist, entscheidet der Anbieter im Einzelfall. AdmiralBet, Sportingbet, Betway und Tipico werben mit Cash Out in ihren App-Beschreibungen, Betano und Betway zusätzlich mit einem Wett-Konfigurator. Die Frage ist nicht „Wer bietet Cash Out?“, sondern „Zu welchem Preis?“. Der Auszahlungsbetrag enthält die Marge des Anbieters für die vorzeitige Abrechnung – das ist der Preis dafür, dass man das Risiko vorzeitig loswird.

Afrika-Cup: Was 2026 ansteht und was 2026 zurückliegt

Die harte Wahrheit vorweg: Ein „Afrika-Cup 2026“ existiert nicht. Der Afrika-Cup wird im Zweijahres-Rhythmus ausgetragen, 2026 steht weder eine Ausgabe an noch fällt eine in dieses Jahr. Wer nach „Afrika-Cup 2026“ sucht, sucht nach einem Turnier, das die CAF so nicht angesetzt hat.

Die letzte Ausgabe: Afrika-Cup 2025 in Marokko

Der Afrika-Cup 2025 wurde vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen. Er wurde vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben, weil die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 Terminkonflikte geschaffen hatte. 24 Nationen nahmen teil, aufgeteilt in sechs Vierergruppen. Die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten qualifizierten sich für die K.-o.-Runde, danach wurde bei Gleichstand mit Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden.

Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Das Spiel endete dort jedoch nicht. Zwei Monate später wertete die CAF die Partie mit 3:0 für Marokko, weil senegalesische Initiale nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für Wettanbieter ist das eine Erinnerung daran, dass das „offizielle“ Ende eines Ereignisses nicht immer das Ende der Abrechnung ist: Auszahlungen erfolgen nach dem offiziellen Ende, aber das offizielle Ende kann sich im Nachhinein verschieben.

Torschützenkönig war Brahim Díaz (Marokko) mit fünf Treffern; im Spiel um Platz drei gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2.

Die nächste Ausgabe: Afrika-Cup 2027 in Ostafrika

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet. Das ist die Ausgabe, auf die sich Wettanbieter ab dem Spätsommer 2026 strukturiert vorbereiten werden – mit neuen Siegerquoten, neuen Gruppenwetten, neuen Sondermärkten zu Spielen, deren konkrete Auslosung noch aussteht.

Ab 2028 soll der Afrika-Cup dann nur noch alle vier Jahre stattfinden, statt wie bisher im Zweijahresturnus. Der Wechsel ist eine Reaktion auf den voller werdenden internationalen Terminkalender mit FIFA-Klub-WM und erweiterten Kontinentalturnieren.

Der Afrika-Cup im Überblick

Der Afrika-Cup wird von der Confédération Africaine de Football (CAF) organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln; Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen erstmals 24 Mannschaften teil – vorher waren es 16, davor noch weniger. Die Erweiterung hat die Zahl der Spielsachen von 32 auf über 50 erhöht und damit auch das Volumen an Wetten auf Gruppenphase und K.-o.-Runde.

Vergleich: Zehn lizenzierte Anbieter für den Afrika-Cup

Die folgenden zehn Anbieter stehen auf der Whitelist der GGL (Stand 02.10.2026). Die Spalte „Erlaubnis seit“ nennt das Datum der Erstausstellung, das die Whitelist für die jeweilige Domain führt. Folgeerlaubnisse sind dort ebenfalls verzeichnet; die Tabelle beschränkt sich auf den Erstausstellungs-Zeitpunkt. Die Whitelist führt kein Enddatum – eine Aussage zur Befristung wäre hier falsch.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
AdmiralBet Whitelist-Eintrag für AdmiralBet, Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
ODDSET Whitelist-Eintrag für ODDSET, Inhaberin ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
888sport Whitelist-Eintrag für 888sport, Inhaberin 888 Germany Limited 30.06.2021
bet-at-home Whitelist-Eintrag für bet-at-home, Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
VBet Whitelist-Eintrag für VBet, Inhaberin SCGO Limited 05.12.2023
Betano Whitelist-Eintrag für Betano, Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportingbet Whitelist-Eintrag für Sportingbet, Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico Whitelist-Eintrag für Tipico, Inhaberin Tipico Co. Limited 09.10.2020
Winamax Whitelist-Eintrag für Winamax, Inhaberin WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Betway Whitelist-Eintrag für Betway, Inhaberin Betway Limited 09.03.2021

Was die Tabelle nicht zeigt: das Wettprogramm im Detail, den Umgang mit der Wettsteuer, das Vorhandensein von Live-Streams oder Wettkonfiguratoren, die konkrete Bonushöhe und die Umsatzbedingungen für Willkommensangebote. Diese Punkte werden im Folgenden für jeden Anbieter einzeln bewertet – nicht als Ranking, sondern als Bauanleitung für die eigene Wahl.

AdmiralBet

AdmiralBet trägt die deutsche Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020; Folgeerlaubnisse kamen am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024 hinzu. Inhaberin ist die Greentube Betting Malta Limited; eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain besteht seit dem 28. September 2022. Dasselbe Mutterhaus betreibt auch ein anderes lizenziertes Angebot im Bereich Automatenspiele – das hat mit dem Sportwettenangebot nichts zu tun und begründet keine Bewertung des Wettprogramms.

AdmiralBet positioniert sich im deutschsprachigen Markt als Vollsortimenter, mit Fokus auf Fußball, Tennis und die europäischen Top-Ligen. Für den Afrika-Cup heißt das: Die großen Märkte – Drei-Wege-Marine auf das Spiel, Über/Unter 2,5 Tore, beide Tormählen – sind Standard; bei Turniersieger- und Torschützenwetten hängt das Angebot davon ab, wie der Anbieter den Wettbewerb zwischen den großen europäischen Turnieren priorisiert.

Verdict: Solide maritime Lizenz mit langer Whitelist-Geschichte; im Afrika-Cup-Sortiment eher ein Mainstream-Anbieter als ein Spezialist, was Vor- und Nachteil zugleich ist.

ODDSET

ODDSET gehört zur ODDSET Sportwetten GmbH und ist eine Marke, die vielen aus dem stationären Vertrieb bekannt ist. Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt. Aufsichtsbehörde ist die GGL. Die Erstausstellung der Online-Erlaubnis liegt am 18. November 2020.

ODDSET bringt eine Besonderheit mit, die kein anderer Anbieter in dieser Form hat: die nahtlose Verzahnung von stationärem und Online-Loyalty-Programm. Für den Afrika-Cup bedeutet das, dass man Wettscheine auch in einer Annahmestelle abgeben und die Ergebnisse online nachverfolgen kann. Für reine Online-Spieler ist das kein Argument; wer aber den Weg in die Filiale schätzt, bekommt hier ein Angebot, das es bei den internationalen Anbietern nicht gibt.

Beim Wettprogramm ist ODDSET im Fußball stark aufgestellt, im Bereich afrikanischer Vereins- und Nationalmannschaften aber nicht so tief wie spezialisierte Wettbewerber. Wer auf den Afrika-Cup mit Kombiwetten aus Gruppenphase und K.-o.-Spielen setzen will, findet das Nötigste; wer nach ausgefallenen Sondermärkten wie Ecktatsachen oder Spielerstatistiken sucht, wird hier weniger finden als bei einem auf Fußball spezialisierten Anbieter.

Verdict: Wer den Annahmestellen-Weg schätzt oder LOTTO-Angebote gewohnt ist, bekommt hier einen soliden Einstieg mit Lizenz; für Afrika-Cup-Spezialwetten ist das Sortiment eher Standard als extravagant.

888sport

888sport gehört zur Group 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 ausgestellt, mit einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. Inhaberin der deutschen Erlaubnis ist die 888 Germany Limited.

888sport bringt die typische Mischung mit, die man von einem europäischen Mainstream-Anbieter erwartet: Hauptmärkte auf den großen Fußball-Ligen, dazu Tennis, Basketball und Eishockey. Für Afrika-Cup-Turnierwetten ist das Programm breit aufgestellt; Live-Wetten sind verfügbar, ob auch in vollem Umfang auf afrikanische Spielsituationen hängt vom konkreten Spieltag ab. Cash Out ist bei 888sport ein dokumentiertes Feature in der App.

Verdict: Ein erfahrener Anbieter mit langer Börsenhistorie und deutscher Erlaubnis; beim Afrika-Cup-Angebot bewegt sich der Buchmacher auf Höhe des Marktes, ohne besondere Spezialisierung.

bet-at-home

bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben, mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und Folgeerlaubnis seit dem 22. Dezember 2022. Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28. Dezember 2022. Die österreichische Wurzel des Unternehmens zeigt sich im Wettprogramm: starke Fußball-Präsenz, dazu Tennis und Eishockey mit österreichischer Tiefe, weniger Fokus auf den amerikanischen Markt als bei UK-britischen Anbietern.

Beim Afrika-Cup bietet bet-at-home die üblichen Hauptmärkte und in der Regel auch Turniersiegerwetten, wobei die Quoten sich im Mittelfeld des Marktes bewegen. Die Marge ist nicht aggressiv niedrig, aber auch nicht überzogen – was bei einer kleineren Marke wie dem Afrika-Cup ein Vorteil sein kann, weil die Quoten nicht so schnell von großen Wettvolumina weggedrückt werden.

Verdict: Ein mittelständisch geprägter Buchmacher mit deutscher Lizenz; beim Afrika-Cup eine ruhige Wahl ohne die ganz tiefen Spezialmärkte, aber mit solider Quotenbasis.

VBet

VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta betrieben und trägt die deutsche Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Das ist die jüngste Erstausstellung im Ranking – fünf Jahre nach den ersten Anbietern der Whitelist. Eine Folgeerlaubnis ist im Whitelist-Eintrag nicht verzeichnet.

Was die späte Lizenz mit sich bringt: VBet musste das Sportwettprogramm und die Compliance-Struktur unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 aufbauen, nicht unter dem alten Recht. Das Wettprogramm profitiert davon, dass moderne Plattformen mehr technische Spielräume bieten – Cash Out, Wett-Konfiguratoren, teils Live-Streams.

Beim Afrika-Cup ist VBet breit aufgestellt, mit Hauptmärkten und Turniersonderwetten. Die Plattform wirkt für Spieler, die mit klassischen britisch geprägten Buchmachern sozialisiert sind, teils ungewohnt – das ist Stilfrage, nicht Qualitätsurteil. Die Marge bewegt sich im Mittelfeld.

Verdict: Jüngster Anbieter im Feld mit vollständiger Lizenz; wer moderne Plattform-Features schätzt, findet hier ein solides Angebot, ohne den ganz großen Markennamen im Rücken.

Betano

Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021 und Folgeerlaubnis seit dem 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung einen Wettkonfigurator (Bet Builder), Cash Out und Live-Streams unter anderem von Live unter anderem von Live-Streams von LaLiga, FA Cup, den Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.

Was das für den Afrika-Cup heißt: Die technische Plattform ist State of the Art, mit Wettkonfigurator für komplexe Kombinationen aus einem Spiel. Für Live-Wetten auf Afrika-Cup-Spiele ist die Verfügbarkeit von Streams eine Frage des konkreten Spielrechts – ob ein Stream aus Afrika ohne zusätzliche Lizenz in der App gezeigt werden darf, hängt vom Sender des Spiels ab. Bei Spielen, die in Europa frei empfangbar sind, ist ein Stream eher möglich; bei vielen Afrika-Cup-Übertragungen ist das nicht der Fall.

Verdict: Plattformtechnisch stark aufgestellter Buchmacher mit deutscher Erlaubnis; das Afrika-Cup-Angebot ist gut sortiert, wenngleich nicht jeder Stream in Deutschland verfügbar ist.

Sportingbet

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis seit dem 21. Dezember 2022. Die Plattform bietet einen „Konfigurator+“ für Kombinationen aus mehreren Spielen, dazu Live-Wetten; das Sportportfolio umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Der Konfigurator+ ist für Afrika-Cup-Spieler interessant, die über mehrere Spieltage hinweg planen – zum Beispiel eine Kombination aus Gruppenspielsieger, Torschützenkönig und Sieger des Halbfinals. Solche Wetten sind statistisch teuer, weil mit jedem Bein die implizite Marge wächst; dafür zahlt der Anbieter im Erfolgsfall nur einmal.

Verdict: Bietet als einer der wenigen Anbieter im Feld einen plattformübergreifenden Konfigurator; im Afrika-Cup-Angebot mit breitem Fußball-Fokus und solider Lizenzbasis.

Tipico

Tipico wird von der Tipico Co. Limited betrieben, mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis seit dem 9. Dezember 2022. Die App wird im Apple App Store von der Tipico B2B Ltd angeboten und nennt „Tipico Cashout“ sowie Live-Wetten auch während laufender Fußballspiele. Das Cash-Out-Feature ist in der App-Beschreibung prominent erwähnt.

Tipico ist im deutschen Markt die wohl sichtbarste Marke im Sportwettenbereich, mit stationären Annahmestellen, Werbung in Fußballstadien und einer starken Fußball-Positionierung. Beim Afrika-Cup deckt Tipico das volle Hauptprogramm ab; ob die Plattform darüber hinaus exotische Sondermärkte bietet, hängt vom Saisonprogramm ab. Für Gelegenheitsspieler ist Tipico der Weg des geringsten Widerstands: bekannt, leicht zu bedienen, mit Cash Out als Sicherheitsnetz.

Verdict: Stärkste Markenpräsenz im Feld, vollständige Lizenz und vollständige Cash-Out-Funktion; wer Markentreue schätzt oder den Einstieg über die App sucht, landet hier natürlich.

Winamax

Winamax wird von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben, mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021 und Folgeerlaubnis seit dem 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt im 2026er Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.

Das ist ein anderes Wettsteuer-Modell als das der meisten Wettbewerber: Winamax schluckt die Steuer aus der Marge, statt sie vom Einsatz abzuziehen. Für Spieler mit mittleren Einsätzen auf Hauptmärkten ist das in der Regel vorteil; bei exotischen Märkten mit hoher Marge relativiert sich der Vorteil, weil die Marge dort ohnehin größer ist. Die Odoxa-Studie ist ein bezahltes Werk – sie zeigt, was die Zahlen hergeben, aber sie ist kein unabhängiger Test.

Winamax bietet mit „Winamax TV“ Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, den vier Grand-Slam-Tennisturnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL. Afrika-Cup-Spiele sind in diesem Portfolio in der Regel nicht enthalten – die Rechte an afrikanischen Ligen und Turnieren liegen selten bei Sendern, die Winamax für sein Angebot lizenziert.

Verdict: Im Quotenvergleich der stärkste Mainstream-Anbieter im Feld und der einzige mit explizitem „0 % Wettsteuer“-Modell; bei Afrika-Cup-Streams aber an die Rechte der übertragenden Sender gebunden, was die Live-Verfügbarkeit begrenzt.

Betway

Betway wird von der Betway Limited betrieben, mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und Folgeerlaubnis seit dem 23. Dezember 2022. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Beim Afrika-Cup ist Betway ähnlich aufgestellt wie die anderen Mainstream-Anbieter im Feld. Cash Out funktioniert für Einzelwetten und für Kombiwetten; ob auch für Systemwetten, hängt vom konkreten Wettschein ab. Der Wettkonfigurator ist ein Komfortmerkmal, kein Alleinstellungsmerkmal – andere Anbieter im Feld haben vergleichbares.

Verdict: Vollständig lizenziert, mit Cash Out und Wettkonfigurator auf Mainstream-Niveau; im Afrika-Cup eine Wahl ohne Schwächen und ohne besondere Stärken.

Werbe- und Bonusregeln: Was erlaubt ist und was nicht

Werbung für Glücksspiel in Deutschland darf nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Für Sportwetten gilt das Werbeverbot von 06:00 bis 21:00 Uhr nicht – dieses Verbot betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino, nicht Sportwetten. Bei Sportwetten sind Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal verboten, ebenso Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionsträgern sowie Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Der Glücksspielstaatsvertrag selbst setzt keinen Bonusdeckel und keine maximale Umsatzanforderung für Sportwetten-Boni. Was ein Willkommensangebot kostet – Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist – steht in den jeweiligen AGB des Anbieters. Die Bedingungen sind üblich, aber nicht einheitlich: Manche Anbieter setzen eine Mindestquote von 1,50 auf Einzelwetten, andere 2,00; manche geben 30 Tage, andere 90 Tage Zeit.

Eine pauschale Aussage „der Bonus X lohnt sich“ ist ohne den konkreten Anbieter und das konkrete Angebot nicht möglich. Was sich pauschal sagen lässt: Wer ein Willkommensangebot annimmt, akzeptiert die Bedingungen, die im Kleingedruckten stehen. Die Frage ist nicht, ob es einen Bonus gibt, sondern was er kostet, gemessen an Einsatz, Quote, Frist und Markt. „Kostenlos“ ist ein Werbebgriff, kein rechtlicher.

Beispielrechnung: Was kostet ein Afrika-Cup-Markt den Spieler?

Ein Beispielmarkt für ein Afrika-Cup-Gruppenspiel wird mit Heim 2,10 – Unentschieden 3,40 – Auswärts 3,60 angeboten. Die Auszahlungsquote dieses Markts 1/Markt ist:

1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,41 %.

Der Buchmarge-Anteil dieses Markts liegt damit bei rund 4,6 % – das ist der Anteil, den der Anbieter von jeder eingesetzten Einheit im statistischen Mittel behält. Bei Live-Wetten und exotischen Märkten wie Torschützen oder Handicap liegt die Marge typischerweise höher, im Bereich von 6 bis 8 %; bei großen Hauptmärkten vor Top-Spielen teils niedriger.

Eine Quote ist keine Punktlandung: Der Buchmacher passt sie an, wenn das Wettvolumen die Linie in eine Richtung drückt. Wer eine Quote sieht und sie eine Stunde später noch mal prüft, kann eine andere Zahl lesen – auf demselben Markt, beim selben Anbieter. Das ist keine Inkonsistenz, sondern das normale Funktionieren des Markts.

Hinweise für Spielerinnen und Spieler

Wer in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter spielt, hat mit dem Standardpaket des Glücksspielstaatsvertrags ein einheitliches Schutzniveau. Das ist die zentrale Botschaft der Whitelist: Wer hier steht, muss sich an OASIS, LUGAS und die Treuhandkonto-Pflicht halten. Wer nicht hier steht, hat keines davon.

Das bedeutet im Alltag: Wer ein Konto bei AdmiralBet, ODDSET, 888sport, bet-at-home, VBet, Betano, Sportingbet, Tipico, Winamax oder Betway hat und dort auch spielt, ist nach deutschem Recht abgesichert. Wer parallel bei einem offshore-Anbieter spielt, ist es nicht – weder beim Schutz (kein OASIS, kein LUGAS) noch im Streitfall (keine deutsche Aufsichtsbehörde).

Die Wahl zwischen den zehn lizenzierten Anbietern ist eine Wahl innerhalb dieses geschützten Rahmens. Welcher Anbieter zu welchem Spielverhalten passt, hängt von Quote, Wettsteuer-Modell, Cash-Out-Verfügbarkeit und Sondermärkten ab. Die einen bevorzugen das „0 % Wettsteuer“-Modell von Winamax, die anderen die Markenstärke von Tipico, die dritten die Plattformfeatures von Betano. Was sich nicht entscheidet: die Frage, ob man überhaupt bei einem lizenzierten Anbieter spielt. Diese Frage ist mit der Whitelist beantwortet – alles, was nicht drauf steht, fällt durch.

Häufig gestellte Fragen

Nach welchen Kriterien lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup vergleichen, ohne Gewinne zu versprechen?

Die ersten Filter sind die Lizenz und das Wettprogramm: Wer auf der Whitelist der GGL steht, hat die Erlaubnis, Sportwetten in Deutschland anzubieten; wer dort nicht steht, hat sie nicht. Innerhalb der Whitelist unterscheiden sich die Anbieter im Wettprogramm (Turniersieger, Gruppensieger, einzelne Spielsachen, Torschützen), im Umgang mit der Wettsteuer (vom Einsatz abgezogen, im Gewinn abgezogen, aus der Marge geschluckt) und in Plattformfeatures wie Cash Out, Wettkonfigurator und Live-Streams.

Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Die letzte zurückliegende Ausgabe war der Afrika-Cup 2025 in Marokko, der vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 ausgetragen wurde – verschoben vom Sommer 2025 wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-WM 2025. Ein „Afrika-Cup 2026“ existiert nicht; die Suche danach findet nur das 2026er Verkehr, nicht die Ausgabe.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der Whitelist der Glücksspielbehörde steht?

Die Whitelist ist auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) öffentlich zugänglich. Sie führt für jeden Eintrag die Domain, die Inhaberin und das Datum der Erst- und Folgeerlaubnisse. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts; entscheidend ist der Whitelist-Eintrag mit zugehöriger Erlaubnisinhaberin.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer von 5,3 % zwischen Anbietern, und wie wirkt sie sich auf die Quote aus?

Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Einige Anbieter ziehen sie direkt vom Einsatz ab (aus 100 € werden 94,70 € gewettet), andere schlucken sie aus der Marge und werben mit „0 % Wettsteuer“, wieder andere ziehen sie vom Gewinn ab. Welche Variante günstiger ist, hängt vom Spielverhalten ab: Bei kleinen Einsätzen auf hohen Quoten ist das „0 %-Modell“ im Vorteil, bei Kombiwetten mit niedrigen Quoten relativiert sich der Effekt. Der Steuersatz selbst ist identisch, nur die Weitergabe an den Spieler variiert.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote sind bei Willkommensangeboten für Turnierwetten zu beachten?

Der Glücksspielstaatsvertrag setzt weder einen Umsatzfaktor noch eine Mindestquote für Sportwetten-Boni; beide Größen stehen in den AGB des jeweiligen Anbieters. Üblich sind Umsatzfaktoren im Bereich des Bonusbetrags (mal drei bis mal acht), Fristen zwischen 30 und 90 Tagen und Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00 auf Einzelwetten. Welche Bedingungen im Einzelfall gelten, liest sich in den AGB des Anbieters – pauschal lässt sich keine Aussage treffen, die für alle zehn gilt.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta für Wetten in Deutschland nicht als Nachweis?

Die Erlaubnis für Sportwetten in Deutschland wird ausschließlich von der GGL nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 erteilt. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum – Curaçao, Malta, Anjouan – bezieht sich auf den dortigen Rechtsrahmen und hat in Deutschland keine Geltung. Wer auf einer Domain spielt, die nicht auf der Whitelist steht, spielt nach § 4 Abs. 1 GlüStV ohne Erlaubnis – unabhängig davon, welche Lizenz die Domain nach ihrem Heimatrecht führt. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor solchen Angeboten gewarnt.

Was darf überhaupt gewettet werden?

Das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 GlüStV ist abschließend. Erlaubt sind festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Teils davon sowie auf Vorkommnisse im Spiel, einzeln oder in Kombination. Live-Wetten während eines laufenden Spiels sind nur eingeschränkt möglich (§ 21 Abs. 4): gewettet werden darf auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ beim Fußball ist erlaubt, „nächster Punkt“ beim Tennis nicht.

Verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen – in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau – sowie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind unzulässig. Auf E-Sport kann nach GGL-Aussage nicht gewettet werden, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; eine lizenzierte E-Sport-Wette existiert in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht abschließend geregelt; sie sollten nicht beworben werden, solange die GGL dazu keine klare Linie gezogen hat.

Wenn der Anbieter fehlt: Was passiert mit verlorenen Einsätzen?

Die Frage ist nicht theoretisch. Der Bundesgerichtshof hat sie am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt: Darf ein Spieler von einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verlorene Einsätze zurückfordern? Geklagt wurde gegen Tipico auf über 3.700 € aus Sportwetten zwischen 2013 und 2018. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass nicht lizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorübergehend nicht durchzusetzen.

Das ändert nichts daran, dass ein deutscher Anbieter mit Whitelist-Eintrag die einfachere und rechtlich belastbare Wahl ist. Die zivilrechtliche Rückforderung ist ein möglicher Weg, kein Versprechen und keine Garantie.

Wer trägt die Wettsteuer?

Die Sportwettensteuer steht in §§ 16-25 RennwLottG und beträgt 5,3 % des Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung – und genau hier trennen sich die Modelle:

Welcher Weg der beste ist, hängt vom Spielverhalten ab. Wer kleine Einsätze mit hohen Quoten platziert, profitiert mehr von „0 % Wettsteuer“ als jemand, der Kombiwetten mit niedrigen Quoten spielt, weil dort der Steuereffekt relativ klein ist.

Inhalt erstellt vom Team «wettentippsinfo.com»