WM 2026 wetten: Welche Anbieter in Deutschland legal waren und wie die Märkte funktionierten

Aktuell für Oktober 2026
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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist ausgespielt. Zwischen dem 11. Juni und dem 19. Juli 2026 standen 48 Mannschaften in 104 Partien in Kanada, Mexiko und den USA auf dem Platz, Spanien holte im MetLife Stadium in East Rutherford mit einem 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien den zweiten Titel. Wer auf dieses Turnier gewettet hat, tat es in Deutschland auf einem eng umrissenen Markt: erlaubt war das Angebot nur Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder standen. Wer heute wissen will, was eine WM-Wette in Deutschland wert war und worauf bei der nächsten Ausgabe zu achten ist, findet hier die Einordnung.

Ein Fußballstadion bei Nacht aus großer Entfernung, hell erleuchtet unter Flutlicht, davor eine dunkle Straße und Bäume.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde vom 11. Juni 2026 bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA mit 48 Nationen und 104 Spielen ausgetragen.

Stand: 16. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Rechtslage: Wer in Deutschland auf eine WM wetten durfte

Den Rahmen setzt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln, vergibt seitdem die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Die Aufsicht liegt ebenfalls dort, das Finanzamt ist für die Steuer zuständig, nicht die GGL.

Ein Notizbuch mit handgeschriebenen Zahlen und ein Kugelschreiber liegen auf einem Tisch, daneben ein Smartphone mit schwarzem Bildschirm.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Whitelist als einziger Lackmustest

Ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf, entscheidet ein Blick in die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie führt ausschließlich Domains, für die eine Erlaubnis erteilt wurde. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf – 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewett-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber die Endung allein beweist noch nichts; geprüft wird der Eintrag in der Whitelist selbst.

Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis kann verlängert werden. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Wichtig: Für Sportwetten zählt ausschließlich die Sportwetten-Erlaubnis auf der Domain. Eine Casino- oder Pokererlaubnis eines Halters sagt nichts über sein Wettangebot.

Ein Fußball auf frisch gemähtem Rasen im Morgenlicht, daneben ein Paar Fußballschuhe ohne erkennbare Marke.
Im WM-Finale 2026 am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey) besiegte Spanien Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung und gewann seinen zweiten WM-Titel.

Was im Inland erlaubt ist – und was nicht

Erlaubt sind festgelegte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts sowie auf Ereignisse darin, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1). Welche Wetttypen ein Veranstalter konkret anbieten darf, legt das GGL-genehmigte Sportwettprogramm fest (§ 21 Abs. 5).

Bei Livewetten nach § 21 Abs. 4 gelten enge Vorgaben: Während eines laufenden Spiels darf nur auf den Endausgang gewettet werden, dazu auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder vergleichbare Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind – das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nein.

Nicht erlaubt sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur), auf manipulationanfällige Konstellationen, auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind ebenfalls tabu. E-Sports: Die GGL stellt klar, dass Wetten auf E-Sports nicht möglich sind, E-Sports gilt nicht als Sport – eine deutsche E-Sports-Lizenz existiert nicht. Zu virtuellen Sportwetten ist die Rechtslage nicht etabliert; hierzu schweigt die Seite bewusst.

Werbung und Bonusregeln

Werbung für Glücksspiel darf nur ein Erlaubnisinhaber machen (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt stattdessen: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung im gleichen Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine erfolgsabhängige Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3 und 6). Der GlüStV selbst enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt; Umsatz, Mindestquote und Frist kommen aus den AGB des jeweiligen Anbieters. Promo-Codes werden auf dieser Seite grundsätzlich nicht abgedruckt.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit

Spielerschutz gehört bei einer Weltmeisterschaft dazu, weil ein Turnier in vier Wochen mehr Aufmerksamkeit bindet als ein gewöhnlicher Bundesligaspieltag. Die deutschen Regeln setzen fünf Punkte: Altersgrenze, ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung, ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit, eine Sperrdatei und ein Panikbutton.

Anmeldung und Verifizierung

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist genau ein Konto zugelassen, mit voller Verifizierung (§ 6a). Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.

Das 1.000-€-Limit und seine Aufweichung

Das Standard-Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 bei 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg. Die Durchsetzung läuft über die Limitdatei im zentralen Spielersperrsystem LUGAS. Ein Anbieter darf für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen, wenn die Erlaubnis es zulässt und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisbar belegt ist – bis 10.000 € ohne weiteren Vorbehalt, zwischen 10.000 € und 30.000 € nur für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen. Parallelspiel über mehrere Anbieter ist nach § 6h untersagt; die Aktivitätsdatei in LUGAS erkennt das.

OASIS und der Panikbutton

OASIS (§§ 8, 8a) ist die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen; dort greift keiner dieser Mechanismen.

Zahlungen nur vom eigenen Konto

Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen der spielenden Person lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist die Norm, die Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen aus dem lizenzierten Markt drückt. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen eigenen Geschäftsbedingungen.

Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6-7 innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Warum Krypto und Anonymität im lizenzierten Markt ausscheiden

Wer eine Weltmeisterschaft anonym oder mit Kryptowährungen bespielen will, landet außerhalb der Whitelist. Der Mechanismus ist im GlüStV klar benannt: Einzahlungen müssen von einem Konto auf den eigenen Namen kommen, anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Bitcoin, Ethereum oder USDT erfüllen diese Bedingung nicht; sie sind pseudonym, nicht identifiziert, und die Zahlung lässt sich keinem Bankkonto zuordnen, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers bei einem Geldwäsche-Verpflichteten lautet.

Für lizenzierte Anbieter heißt das: Wer Kryptowährungen akzeptiert, verstößt gegen § 6b Abs. 4 und riskiert die Erlaubnis. Tatsächlich findet sich auf der Whitelist kein Anbieter, der Krypto als Einzahlungsweg anbietet. Sucht jemand gezielt nach „Krypto WM Sportwetten“ oder „Krypto Wettanbieter WM“, bekommt er ausschließlich Offshore-Plattformen angezeigt – Plattformen ohne deutsche Erlaubnis, ohne OASIS-Anbindung und ohne LUGAS-Limit. Aus deren Sicht spricht nichts gegen Krypto; aus deutscher Sicht ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor solchen illegalen Angeboten gewarnt, namentlich vor „Platin­casino“. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Relevanz.

Wer dennoch über einen Offshore-Anbieter spielt, sollte wissen, was er aufgibt: Die 1.000-€-Standardgrenze gilt dort nicht, es gibt keine deutsche Anlaufstelle bei Streit, und die zivilrechtliche Durchsetzung läuft über ausländische Gerichte. Die GGL kann nach § 9 Verbots-, Zahlungs- und Netzsperren anordnen, und mehrere deutsche Zivilgerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis in den vergangenen Jahren zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht; der Kläger fordert dort von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Die Schlussanträge des Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) halten es grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, sofern die Behörden nicht zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist keine Garantie, dass jede verlorene Wette erstattet wird, aber es verschiebt das Risiko.

Boni und Freiwetten zur WM: Was eine „Gratiswette“ wirklich kostet

Marketing spricht von „gratis“ und „risikofrei“. Die Rechnung der Anbieter sieht anders aus. Drei Begriffe verdienen saubere Trennung: Der Willkommensbonus bringt Geld auf das Konto, meist prozentual auf die erste Einzahlung. Die Freiwette (Freebet) ist ein festgelegter Wetteinsatz, dessen Einsatz bei einem Gewinn häufig nicht zurückgezahlt wird. Die Gratiswette ist umgangssprachlich dasselbe wie die Freiwette. „Risikofrei“ meint in der Regel eine Rückerstattung als Freiwette, nicht als Bargeld. Preisboosts, Kombi-Versicherungen und Cashback sind eigene Mechanismen mit eigenen Bedingungen. Welcher Typ ein Angebot ist, sagt der Anbieter in seinen Teilnahmebedingungen.

Was ein Bonus den Spielenden kostet

Ein Bonus wird nie umsonst ausgezahlt. Drei Werte entscheiden, was er tatsächlich wert ist: die Umsatzanforderung, die Mindestquote und die Frist. Die Umsatzanforderung legt fest, wie oft der Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) bei Sportwetten durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die Mindestquote legt fest, welche Wetten überhaupt zählen – in der Regel Einzel- und Kombiwetten ab einer Quote, die deutlich über 1,01 liegt, sodass das systemische Wetten auf klare Favoriten ausgeschlossen wird. Die Frist legt fest, bis wann der Umsatz erbracht sein muss; verpasst man sie, verfällt der Bonus samt den daraus erzielten Gewinnen.

Eigene Berechnung, beispielhaft: Wer einen 100-€-Bonus mit zehnfacher Umsatzanforderung erhält, muss 1.000 € Wetteinsatz setzen, bei einer Mindestquote von 1,80. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 10 € pro Wette sind das 100 Wetten. Was das kostet, hängt an der Marge des Marktes, auf den gespielt wird.

Marge und was sie über ein Angebot sagt

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Euro einbehält; sie steckt in jeder Quote. Die Auszahlungsquote eines Marktes (auch Quotenschlüssel) ist der Anteil, den der Markt über alle Ausgänge hinweg zurückgibt. Beide Werte ergänzen sich zu 100 %.

Eigene Berechnung, beispielhaft: Für einen 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das liefert rund 94,7 %; die Marge liegt entsprechend bei rund 5,3 %. Über 1.000 € Umsatz bedeutet das im Schnitt etwa 53 € erwarteten Verlust, der aus dem Markt selbst entsteht, bevor der Bonus durchgespielt ist. Das ist der Preis, den die Mechanik kostet, unabhängig davon, ob am Ende ein Gewinn steht.

Diese Größe hängt am Markt. Eine 1X2-Wette im Fußball hat typischerweise eine andere Marge als eine Torwette, eine Asiatische Handicap-Linie oder eine Kombiwette. Die Marge, die ein Anbieter im Schnitt nimmt, ist eine statistische Größe über viele Wetten; sie sagt nichts über den Ausgang einer einzelnen Wette.

Tipps und Strategien: Was eine Wettanalyse leistet und was nicht

Wer vor einer Weltmeisterschaft „Tipps“ sucht, will eine Orientierung. Sie kommt aus drei Quellen: der Form der Mannschaften in den Wochen vor dem Turnier, dem Kader und seiner Verletzungslage, der Quote, die der Markt auf jedes Team setzt. Eine Quote, die stark von der allgemeinen Einschätzung abweicht, ist entweder ein Hinweis, dass der Markt etwas weiß, oder ein Hinweis, dass der Markt sich irrt – beides lässt sich vor dem Spiel nicht entscheiden.

Warum Prognosen keine Vorhersagen sind

Eine K.-o.-Runde hat die Eigenschaft, dass eine Halbzeitführung nicht reicht und ein Elfmeterschießen über das Ausscheiden entscheidet. In einer WM entscheidet ein einzelner Spielzug oft über das Turnierende eines Favoriten. Die spanische Mannschaft war im Turnierverlauf nicht durchgehend Top-Favoritin; sie wurde es nach den Auftritten in der K.-o.-Phase. Wer vor dem Turnier auf Spanien als Siegerin gesetzt hat, hat auf eine damals höhere Quote bekommen, als sie nach dem Halbfinale gegen Frankreich (2:0) noch zu haben war. Wer erst nach dem Halbfinale setzte, zahlte eine niedrigere Quote, aber das Risiko, dass Spanien das Finale verliert, war real.

Eine Strategie kann das nicht auflösen. Sie verteilt das Risiko – höhere Quoten, kleinere Einsätze, mehrere Ergebnisse gleichzeitig abdecken – und sie nimmt Rücksicht auf die Marge, indem sie Märkte mit niedrigerem Anbieteranteil wählt. Sie macht keine Vorhersage. Wer eine Wette als Vorhersage versteht, versteht sie falsch.

Was eine Quote über Wahrscheinlichkeiten verrät

Eine Quote 2,10 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 47,6 %, eine Quote 3,40 etwa 29,4 %, eine Quote 3,60 etwa 27,8 %. Addieren sich diese drei Prozentwerte auf rund 105 %, ist die Differenz zu 100 die Marge des Marktes – hier rund 5 %. Diese Rechnung ist eine Faustregel; sie funktioniert, solange keine Wettsteuer in der Quote steckt.

Was die Quote nicht verrät, ist die wahre Wahrscheinlichkeit des Spielausgangs. Der Markt reagiert auf Neuigkeiten, auf die öffentliche Wahrnehmung und auf das eigene Wetten; eine Quote ist eine Marktmeinung, kein Naturgesetz.

Wettarten und Quoten bei einer Weltmeisterschaft

Das Wettprogramm eines Turniers ist breiter als das einer Bundesliga-Saison. Es deckt das Turnier als Ganzes (Sieger, Torschützenkönig, Gruppensieger), die einzelne Partie (1X2, Over/Under Tore, Handicap, Eckbälle, Karten) und kombinierte Wetten ab. Drei Begriffe lohnen die saubere Trennung.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette setzt auf ein Ergebnis. Die Kombiwette setzt auf mehrere Ergebnisse, die alle eintreffen müssen, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten – was die Quote nach oben treibt, aber das Risiko überproportional erhöht. Die Systemwette kombiniert Wetten so, dass auch dann ein Gewinn übrig bleibt, wenn nicht alle Tipps zutreffen; sie kostet mehr Einsatz, federt aber Teilausfälle ab. Welche dieser Formen ein Anbieter anbietet, ist Teil seines genehmigten Sportwettprogramms.

Livewetten und ihre Grenzen

Livewetten auf WM-Spiele sind in Deutschland nur eingeschränkt zulässig: auf den Endausgang sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten. In der Praxis heißt das: Wer live auf Spanien – Argentinien setzen will, kann auf den Sieger tippen, nicht aber auf das nächste Eckballverhältnis. Welche Live-Märkte der Anbieter tatsächlich schaltet, ergibt sich aus seinem Wettprogramm.

Cash Out, Wettkonfigurator, Livestream

Cash Out ist kein Glücksspielmerkmal, sondern eine Funktion des Wettscheins: Der Anbieter kauft dem Kunden die offene Wette zu einem selbst gesetzten Kurs ab. Es gibt keine gesetzliche oder GGL-Regel dazu; Cash Out ist Verhandlungssache zwischen Anbieter und Spielendem. Ein Wettkonfigurator (Bet Builder) erlaubt es, mehrere Märkte aus einem Spiel zu einer Wette zu kombinieren. Ein Livestream, der ohne Zusatzkosten neben der Wette läuft, ist ein Komfortmerkmal; er macht die Quote nicht besser.

Das Turnier im Überblick: Spielplan, Sieger, Statistik

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde vom 11. Juni 2026 – das Eröffnungsspiel fand im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt statt – bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen. Erstmals nahmen 48 Mannschaften teil; insgesamt 104 Spiele wurden ausgetragen. Auf eine Gruppenphase aus zwölf Vierergruppen folgte eine K.-o.-Phase, die bereits mit einem Sechzehntelfinale begann – eine Folge der zusätzlichen Plätze.

Im Halbfinale setzte sich Spanien mit 2:0 gegen Frankreich durch, Argentinien gewann 2:1 gegen England. Das Spiel um Platz drei am 18. Juli 2026 in Miami Gardens endete mit 4:6 für England gegen Frankreich. Das Finale am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey) gewann Spanien mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien und holte damit seinen zweiten WM-Titel. Torschützenkönig wurde Kylian Mbappé (Frankreich) mit zehn Toren.

Die WM 2022 im Vergleich

Vier Jahre vorher war das Turnier noch deutlich kleiner dimensioniert: Die WM 2022 fand vom 20. November bis zum 18. Dezember 2022 in Katar mit 32 Mannschaften statt, Argentinien gewann das Finale im Lusail Iconic Stadium gegen Frankreich im Elfmeterschießen und holte seinen dritten Titel. Torschützenkönig war Kylian Mbappé mit acht Toren, insgesamt kamen 3.404.252 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Stadien.

Rekorde und nächste Ausgabe

Brasilien ist mit fünf Titeln Rekordsieger, Deutschland folgt mit vier Titeln (1954, 1974, 1990, 2014). Die erste Weltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt. Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft wird 2030 ausgetragen, gastgebend sind Spanien, Portugal und Marokko; die WM 2034 vergibt die FIFA an Saudi-Arabien. Die FIFA richtet das Turnier alle vier Jahre aus. Wer heute Wetten auf eine künftige WM abschließen will, sollte wissen, dass die Teams und die Kader in drei Jahren noch nicht feststehen – jede Wette auf den Turniersieger 2030 ist eine Wette auf die Zukunft einer Mannschaft, die sich noch formieren muss.

Anbieter im Vergleich: Wer steht auf der Whitelist und was zeichnet die Marke aus

Die folgende Übersicht listet zehn Anbieter, die auf der GGL-Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026 eine Sportwetten-Erlaubnis haben, in der Reihenfolge des Poolings. Die Spalte zur Erlaubnis zeigt, was die Whitelist ausweist – die Daten entsprechen dem Register, das Veröffentlichungsdatum ist überall der 8. Oktober 2026. Welcher Anbieter für wen passt, hängt an eigenen Vorlieben; die Bewertung steht unter dem jeweiligen Block.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Whitelist-Eintrag, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
bet-at-home Whitelist-Eintrag, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
VBet Whitelist-Eintrag, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten Whitelist-Eintrag, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
bpremium Whitelist-Eintrag, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
Sportingbet Whitelist-Eintrag, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
LeoVegas Whitelist-Eintrag, Inhaber LVSports Limited 21.10.2024
Tipico Whitelist-Eintrag, Inhaber Tipico Co. Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
ODDSET Whitelist-Eintrag, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Betano Whitelist-Eintrag, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)

Was die Tabelle zeigt: Acht von zehn Anbietern haben ihre erste Erlaubnis im Oktober bis November 2020 erhalten, in der Eröffnungsphase des neuen GlüStV-Regimes. LeoVegas (Oktober 2024) und VBet (Dezember 2023) sind die beiden neueren Erlaubnisse. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist weist kein Enddatum aus. Die Folgeerlaubnisse konzentrieren sich um den Jahreswechsel 2022/2023.

NEO.bet

NEO.bet gehört zu den frühen Erlaubnisinhabern aus der Eröffnungsphase 2020. Die Whitelist führt die Greenvest Betting Limited als Inhaberin, die erste Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Für ein deutsches Wettangebot in der Eröffnungsphase bedeutet das: vier Jahre Erfahrung im GGL-Regulierungsrahmen, einschließlich der Limitdatei-Anbindung, der OASIS-Abfrage und der eigenen Verifizierungspflicht. Wer einen Anbieter mit längerer Whitelist-Historie sucht, wird hier fündig.

bet-at-home

bet-at-home ist ebenfalls seit dem 2. November 2020 mit deutscher Erlaubnis auf der Whitelist, gefolgt von einer Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. Die Whitelist weist die Bet-at-home.com Internet Limited als Inhaberin aus. Zusätzlich zur Sportwetten-Erlaubnis führt der Eintrag eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 – ein Hinweis, dass das Unternehmen zwei Glücksspielsegmente unter deutscher Aufsicht verbindet. Für die Sportwette selbst zählt nur der Sportwetten-Teil der Erlaubnis.

VBet

VBet ist die jüngste der ersten Genehmigungswellen: Die Whitelist führt die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, als Inhaberin, die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet datiert auf den 5. Dezember 2023. Eine Folgeerlaubnis ist in der Whitelist nicht ausgewiesen, was nicht überrascht: Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, das Ende läge Ende 2028. Wer einen Anbieter mit etwas kürzerer deutscher Historie sucht, findet hier einen, der das volle GlüStV-Regime von Anfang an mitgemacht hat.

Sportwetten

Sportwetten ist seit dem 19. November 2020 mit Erlaubnis auf der Whitelist, gefolgt von einer Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Die Whitelist führt die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, als Inhaberin. Der Markenname und die Domain fallen zusammen, was die Wiedererkennung erleichtert; der Whitelist-Eintrag dokumentiert die Erlaubnis. Die Seite versteht sich als deutschsprachiges Wettangebot, was bei der Frage nach Sprache und Support im Alltag relevant wird.

bpremium

bpremium ist seit dem 9. Oktober 2020 mit deutscher Erlaubnis auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 21. Dezember 2022. Die Whitelist führt die Ladbrokes (Deutschland) Limited als Inhaberin, mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799. Die Marke gehört zum Entain-Konzern; wer einen Anbieter mit internationalem Hintergrund und langer deutscher Whitelist-Historie sucht, landet hier.

Sportingbet

Sportingbet ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Im Wettangebot führt der Anbieter einen „Konfigurator+“, mit dem mehrere Märkte aus einem Spiel zu einer Wette kombiniert werden können, sowie Live-Wetten. Das Sportartenportfolio umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für Wettende, die ein Turnier über mehrere Sportarten begleiten, deckt das die wichtigsten Felder ab; eine Marge pro Markt nennt der Anbieter auf der Seite nicht.

LeoVegas

LeoVegas ist der jüngste Erlaubnisinhaber im Feld: Die Whitelist weist die LVSports Limited als Inhaberin aus, die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 21. Oktober 2024. Damit ist die Erlaubnis im aktuellen GlüStV-Regime erst knapp zwei Jahre alt, als die WM 2026 lief. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 27. Februar 2023 – LeoVegas ist also ursprünglich als Casino-Marke gestartet und hat die Sportwette später dazugenommen. Wer einen Anbieter mit junger deutscher Sporthistorie sucht, muss hier mit weniger Turnier-Routine rechnen als bei den 2020er-Erlaubnissen.

Tipico

Tipico ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, die Folgeerlaubnis datiert auf den 9. Dezember 2022. Die App „Tipico Sportwetten“ wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während eines Fußballspiels. Tipico ist die deutsche Marke mit dem höchsten Bekanntheitsgrad im Markt; die Whitelist-Erlaubnis ist durchgehend dokumentiert. In der laufenden zivilrechtlichen Auseinandersetzung vor dem BGH geht es um die Frage, ob Tipico Einsätze aus den Jahren 2013 bis 2018 zurückzahlen muss – ein Verfahren, das den EuGH beschäftigt, aber die Whitelist-Erlaubnis aus 2020 nicht berührt.

ODDSET

ODDSET ist seit dem 18. November 2020 mit Erlaubnis auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 15. Dezember 2022. Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). ODDSET ist die Marke von Lotto Hessen und über den stationären Vertrieb in den Annahmestellen verankert. Wer den gewohnten Gang zum Kiosk schätzt und die Wette online abschließen will, findet hier einen Anbieter mit doppelter Vertriebsstruktur.

Betano

Betano ist seit dem 19. Februar 2021 mit Erlaubnis auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der Kaizen Gaming International Limited angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt einen Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Live-Streaming-Auswahl ist breit, was gerade bei einem Turnier mit Spielen aus mehreren Zeitzonen ein Vorteil sein kann.

Überblick: Wie die Seite die WM-Wette einordnet

Wer das Turnier und den Markt gemeinsam betrachtet, sieht vier Dinge. Erstens: Die WM 2026 war ein größeres Turnier als 2022 – 48 statt 32 Mannschaften, 104 statt 64 Spiele, drei statt zwei Gastgeberländer, ein Sechzehntelfinale als zusätzliche K.-o.-Runde. Das Sportwettenprogramm eines lizenzierten deutschen Anbieters konnte diese Ausweitung abbilden; die Märkte auf Gruppensieger, Torschützenkönig, Sieger einzelner K.-o.-Runden und den Turniersieger waren im Programm.

Zweitens: Der Ausgang war offen bis zum Schluss. Spanien war nicht durchgehend Favoritin; die Wette auf Spanien vor Turnierbeginn war eine Wette auf eine höhere Quote, als sie nach dem Halbfinale noch zu haben war. Wer auf den Turniersieger setzte, hat eine Marktmeinung gekauft, keine Sicherheit. Drittens: Die Rechtslage in Deutschland hat den Kreis der Anbieter klar begrenzt. Wer auf der Whitelist steht, darf das Angebot machen; wer nicht auf der Whitelist steht, macht es ohne Erlaubnis – die Folgen reichen von fehlendem Spielerschutz bis zur Möglichkeit, dass die Wette zivilrechtlich nicht zählt. Viertens: Wer auf die nächste WM 2030 vorausblickt, sollte mit Vorbehalt planen – Kader, Form und Auslosung stehen noch aus.

Häufig gestellte Fragen zur WM-Wette

Wie wird auf eine Fußball-Weltmeisterschaft gewettet und welche Wettarten gibt es?

Die häufigste Wette ist die Einzelwette auf den Ausgang eines Spiels (1X2: Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg). Hinzu kommen Über/Unter-Wetten auf die Anzahl der Tore, Handicap-Linien, Eckbälle und Karten sowie Langzeitwetten auf den Turniersieger, den Gruppensieger oder den Torschützenkönig. Kombiwetten multiplizieren die Einzelquoten, was die Quote erhöht, aber das Risiko überproportional steigert, weil alle Tipps eintreffen müssen. Systemwetten federn Teilausfälle ab, kosten aber mehr Einsatz. Welche Märkte ein Anbieter konkret anbietet, ergibt sich aus seinem genehmigten Sportwettprogramm.

Wie lassen sich Favoriten-Quoten auf den Turniersieger lesen und was sagen sie über Wahrscheinlichkeiten aus?

Eine Quote 4,00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 25 %, eine Quote 8,00 von 12,5 %, eine Quote 20,00 von 5 %. Addieren sich die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Kandidaten auf über 100 %, steckt die Marge des Marktes in der Differenz. Bei einer Weltmeisterschaft liegt die Marge typisch im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Quote spiegelt die Marktmeinung zum Zeitpunkt der Wette, nicht die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit der Mannschaft. Sie reagiert auf Neuigkeiten, Verletzungen und das Wetten der Kundinnen und Kunden selbst.

Dürfen lizenzierte Anbieter in Deutschland Livewetten auf WM-Spiele anbieten?

Ja, aber eingeschränkt. Erlaubt sind Livewetten auf den Endausgang eines Spiels sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder vergleichbare Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Verboten sind Livewetten auf das nächste Tor im Basketball oder den nächsten Punkt im Tennis, ebenso Wetten auf Eckbälle, Karten oder einzelne Spielzüge in Echtzeit. Welche Live-Märkte ein Anbieter tatsächlich schaltet, hängt von seinem Wettprogramm ab, das von der GGL genehmigt ist.

Geprüft wird die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie führt alle Domains, für die eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis erteilt wurde. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis verlängert sie. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Die Endung .de allein beweist keine Erlaubnis. Wer außerhalb der Whitelist spielt, spielt ohne deutsche Erlaubnis, ohne OASIS-Sperrdatei und ohne LUGAS-Limit; die zivilrechtliche Durchsetzbarkeit ist offen und derzeit Gegenstand einer Vorlage an den EuGH.

Warum nehmen lizenzierte Anbieter in Deutschland keine Kryptowährungen an?

Weil Einzahlungen nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto auf den Namen der spielenden Person erlaubt sind und anonyme Zahlungsmittel ausgeschlossen sind. Kryptowährungen sind pseudonym, nicht identifiziert; die Zahlung lässt sich keinem Konto zuordnen, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers bei einem Geldwäsche-Verpflichteten lautet. Wer Krypto nutzt, muss auf Offshore-Anbieter ausweichen, die in Deutschland keine Erlaubnis haben.

Inhalt erstellt vom Team «wettentippsinfo.com»