Afrika Cup Wetten 2026: Wer überträgt, wer wettet, und was das Turnier kostet
Stand: 16. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Das Turnier heißt „Afrika-Cup 2025“ und lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, das nächste Turnier ist als „Afrika-Cup 2027“ angekündigt. Wer „Afrika-Cup 2026“ sucht, findet in der Regel keine aktuelle Ausgabe, da das Turnier in diesem Jahr nicht ausgetragen wurde. Beide Ausgaben lassen sich bei deutschen Buchmachern mit Erlaubnis tippen – die Ausgabe 2025 nur noch im Nachhinein als Ergebnis-Wette oder als Auswertung bereits platzierter Scheine, die Ausgabe 2027 ab Qualifikationsbeginn mit steigender Auswahl.
Der Afrika-Cup ist ein Turnier für Kontinental-Spitzenfußball, dessen Spiele bei lizenzierten Wettanbietern mit einer deutschen Erlaubnis getippt werden können. Dieser Beitrag erläutert, was beim Wetten auf den Afrika-Cup wichtig ist: die rechtliche Lage laut GGL-Whitelist, die Eigenheiten der Gruppenphase und der K.-o.-Runden sowie die Kalkulation der Marge. Er stellt zehn Anbieter vor, die über eine Erlaubnis für den deutschen Markt verfügen. Was er nicht leistet: Er sagt keinen Sieger voraus. Eine Quote spiegelt die Einschätzung des Buchmachers wider, nicht der Wahrheit – die Marge steckt in jedem Preis.
Rechtslage: Warum die GGL-Whitelist der einzige Test ist
Seitdem der Glücksspielstaatsvertrag 2021 am 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist, dürfen in Deutschland nur Anbieter Sportwetten vermitteln, die eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen. Die Erlaubnis beruht auf § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV, die Aufsicht liegt bei der GGL in Halle (Saale). Wer ohne diese Erlaubnis in Deutschland Sportwetten anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat hier keine Bedeutung.

Die GGL führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Liste, Stand 2. Oktober 2026, enthält 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis, sowie drei weitere, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts: Ohne Eintrag auf der Whitelist fehlt die Erlaubnis, und der Anbieter ist im Rechtssinne unerlaubt. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Wer auf der Whitelist nicht steht, fällt unter genau diese Kategorie.
Die Erlaubnis gilt nur für die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist. Eine Casino-Erlaubnis, eine Poker-Erlaubnis oder eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist kein Sportwetten-Schein: Wer etwa auf slots.admiralbet.de spielt, nutzt ein anderes Produkt mit anderen Regeln. Die Whitelist zeigt zudem nur das Datum der Erteilung und der Folgeerlaubnisse, kein Enddatum. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV), eine Folgeerlaubnis weitere fünf Jahre – ob eine Erlaubnis noch gilt, prüft der Blick auf die Whitelist selbst.
Was darf gewettet werden – und was nicht
§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt fixe Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon und auf Vorfälle während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombinationswette. Welche Wetttypen ein Veranstalter konkret anbieten darf, legt die GGL in ihrem Sportwettprogramm fest (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Punkt im Tennis: nein. Nächster Korb im Basketball: nein. Gesperrt sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – die GGL-Praxis sieht Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich – sowie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung.

Was außen fällt: Esports. Die GGL stellt klar, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind, weil Esports nicht als Sport anerkannt wird. In Deutschland gibt es kein lizenziertes Esports-Wetten. Virtuelle Sportwetten sind ebenfalls nicht etabliert; was rechtlich gilt, schreibt die GGL nicht fest.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS, Panikbutton
Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielt, ist an Mechanismen gebunden, die ein Offshore-Anbieter nicht kennt: OASIS, die Spielersperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV, wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. LUGAS, die Limitdatei und Aktivitätsdatei nach § 6h GlüStV, sorgt dafür, dass das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg gilt. Ein Anbieter darf für einen Spieler mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ein höheres Limit festlegen – bis 10.000 €, in einem eng begrenzten Rahmen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler –, aber eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen bei verschiedenen Anbietern ist verboten, LUGAS erkennt es.
Dazu kommt der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV: Eine Sofortsperre für 24 Stunden, sofort, ohne Wartezeit. Was diese Werkzeuge nicht können: Sie erreichen niemanden, der bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt. OASIS und LUGAS kennen diese Anbieter nicht, der Panikbutton existiert dort nicht.
Einzahlungslimit, Verifizierung, Zahlungen
Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung ermöglichen. Danach gilt: ein Konto pro Anbieter, vollständige Identitätsprüfung, Zahlungen nur von einem Konto, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt, und genau das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Markt heraushält. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, sagt nur diese Seite — also die des Anbieters selbst.
Wettsteuer: Wer sie zahlt, wer sie spürt
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „eingezahlter Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18) – rechnerisch etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche Anbieter ziehen sie vom Einsatz ab, manche von der Auszahlung, manche schlucken sie. Was ein konkreter Anbieter tut, sagt nur sein Kleingedrucktes. Wer „§ 5,3 % vom Einsatz“ liest, liest es falsch: Die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz nach Abzug der Steuer, nicht der Bruttoeinsatz. Wer die Steuer ignoriert, sieht eine kleinere Auszahlung als die Quote verspricht – oder einen höheren effektiven Verlust pro Aktion als der Schein zeigt.
Gewinne privater Wettender sind auf primärrechtlicher Ebene nicht abschließend geregelt; die allgemeine Auskunft lautet „Steuerberater fragen“. Die Sportwettensteuer selbst ist kein Lizenznachweis: Auch ein Anbieter ohne Erlaubnis muss die Steuer abführen. Wer die Steuer im Kleingedruckten findet, hat noch keinen deutschen Schein.
Werbung und Bonus
Nur Erlaubnisinhaber dürfen in Deutschland für Glücksspiel werben (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe oder den Umsatzbedingungen nach begrenzt: Beträge, Umsatzfaktoren und Mindestquoten kommen allein aus den AGB des jeweiligen Anbieters.
Offshore: Keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS
Ein Anbieter auf Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Erlaubnis. Sein Spielbetrieb ist unerlaubtes Glücksspiel. Er nimmt nicht an OASIS teil, er kennt das LUGAS-Limit nicht, der Panikbutton existiert bei ihm nicht, das monatliche 1.000-€-Limit gilt dort nicht. Was er bietet, sind höhere Limits und ein größeres Wettprogramm – was er nicht bietet, ist die deutsche Aufsicht und der deutsche Rekursweg. Die Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt. Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten. Was die Entscheidung im Einzelfall bringt, ist offen. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, spielt ohne dieses Sicherheitsnetz.
Schutz vor sich selbst: Verantwortliches Spielen in Turnierwochen
Ein Kontinentalturnier mit Spielen fast täglich verleitet zu Spontanwetten, die ohne Turnier nicht zustande kämen. Drei Werkzeuge helfen, den Überblick zu behalten – sie sind kein Bonus, sie kosten nichts, und sie wirken unabhängig davon, wie gut man sich selbst einschätzt.
Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € gilt nach § 6c Abs. 1 GlüStV über alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis hinweg. Wer im Juni viel einzahlt, kann im Juli weniger einzahlen, ohne dass ein Anbieter das durchsetzen müsste – LUGAS kennt die Summe. Wer ein höheres Limit braucht, kann es beim Anbieter beantragen, muss aber wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, und die Erhöhung greift erst nach sieben Tagen. Das ist keine Schikane: Sieben Tage sind die Bedenkzeit, die der Gesetzgeber eingebaut hat, weil eine spontane Limiterhöhung am Sonntagabend meistens keine gute Idee ist.
OASIS, die Spielersperrdatei, ist der zweite Hebel. Wer sich selbst sperrt, kann sich nicht bei einem anderen Anbieter anmelden, ohne dass die Sperre auffällt – geprüft wird bei Registrierung und Login. Die Mindestdauer beträgt drei Monate, wenn man eine nennt, sonst ein Jahr. Wer das Turnier als Auslöser für ein Suchtproblem erkennt, hat damit einen Weg, sich selbst aus dem Markt zu nehmen.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV ist der Notausgang für den Moment: 24 Stunden Sperre, sofort, ohne Begründung. Wer mitten in einer Spielserie merkt, dass die nächste Wette keine mehr sein sollte, drückt den Knopf, und das Konto ist zu.
Was nicht hilft: Einen Bonus als Grundlage für das eigene Spielbudget zu nehmen. Bonusgeld ist Werbegeld des Anbieters, kein zusätzliches Eigenbudget. Wer ohne den Bonus X eingesetzt hätte und mit dem Bonus X+Y einsetzt, hat nicht gewonnen – er hat den Werbeetat des Anbieters vergrößert. Wer sich an einem Turnierabend nicht an die Regeln halten kann, die er sich am Dienstag gesetzt hat, hat sich nicht verschätzt, sondern braucht den Panikbutton.
Wettarten: Vom Gruppensieger bis zum Torschützenkönig
Ein Kontinentalturnier wie der Afrika-Cup trägt ein anderes Wettprogramm als ein Ligaspiel. Wer auf den Ausgang eines Spiels wettet, nutzt dieselben Mechanismen wie auf einem Bundesliga-Samstag – wer auf den Turniersieger, den Gruppensieger oder den Torschützenkönig setzt, wettet auf ein Ereignis, dessen Ausgang erst in Wochen feststeht. Die Wettarten, die auf einem Turnier zur Verfügung stehen, folgen der Struktur des Turniers: Gruppenphase mit Sechs-Punkte-Spielen, dann K.-o.-Runde mit Achtel-, Viertel- und Halbfinale, dann Finale.
Wettarten auf das Turnier als Ganzes
Turniersieger. Die Quote auf den späteren Sieger steht schon vor dem ersten Spiel, sinkt mit jedem Sieg und kann sich nach Turnierende durch die offizielle Wertung noch verschieben – beim Afrika-Cup 2025 wurde das Finale mit Senegal 1:0 gegen Marokko gewertet, zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler den Platz verlassen hatten. Wer auf den Turniersieger wettet, wettet auf eine Quote, die sich über Wochen bewegt, und auf ein Ergebnis, das eine sportliche Instanz nachträglich anders bewerten kann. Die Auszahlung erfolgt erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses.
Gruppensieger und Gruppenphase. Beim Afrika-Cup 2025 wurden sechs Vierergruppen gespielt; die Gruppenersten und -zweiten kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten. Eine Wette auf den Gruppensieger wird nach dem letzten Gruppenspiel ausgewertet. Wer auf das Weiterkommen einer Mannschaft wettet, wettet auf ein Ereignis, das ein Unentschieden im letzten Gruppenspiel kippen kann.
Torschützenkönig. Beim Afrika-Cup 2025 war Brahim Díaz (Marokko) mit fünf Toren Torschützenkönig. Die Wette wird nach dem letzten Spiel des Turniers ausgewertet – bei einem K.-o.-System zählen Tore aus der Verlängerung, Tore aus einem Elfmeterschießen zählen in der Regel nicht für den Torschützenkönig.
Halbfinale und Finale. Wetten auf Halbfinalspiele, Finalspiele und das Spiel um Platz drei sind normale Spielausgang-Wetten auf ein einzelnes Ereignis. Sie werden nach dem offiziellen Ende des Spiels ausgewertet.
Wettarten auf das Einzelspiel
Spielausgang (1X2). Sieg Mannschaft eins, Unentschieden, Sieg Mannschaft zwei. Beim Afrika-Cup mit Gruppenphase und K.-o.-System dasselbe Prinzip wie in der Bundesliga, nur dass die Quoten sich wegen der unterschiedlichen Spielstärke stärker unterscheiden können.
Über/Unter Tore. Eine Wette darauf, ob die Gesamtzahl der Tore über oder unter einer vom Anbieter gesetzten Linie liegt. Üblich sind Linien wie 1,5 / 2,5 / 3,5.
Beide Teams treffen (BTTS). Eine Wette darauf, ob beide Mannschaften mindestens ein Tor erzielen.
Handicap. Eine Wette mit einem fiktiven Vor- oder Rückstand, der zur tatsächlichen Differenz addiert wird. Asiatisches Handicap kennt auch halbe Tore und die Rückgabe des Einsatzes bei einem Unentschieden nach Handicap.
Kombinationswette. Eine Wette auf mehrere Einzelscheine, deren Quoten multipliziert werden. Eine Kombi aus drei Spielen mit Quoten 1,80, 2,10 und 1,95 hat eine Gesamtquote von etwa 7,37 – gewinnt eines der drei Spiele nicht, ist der gesamte Schein verloren.
Wie sich eine Quote zusammensetzt
Eine Quote ist kein Zufall. In ihr steckt die Einschätzung des Buchmachers für die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs, und in jeder Quote steckt die Marge des Buchmachers. Wer das versteht, versteht, warum dieselbe Partie bei verschiedenen Anbietern unterschiedliche Quoten hat.
Was die Marge ist. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro Einsatz einbehält. Sie wird berechnet, indem man für jedes mögliche Ergebnis den Kehrwert der Quote bildet, diese Werte addiert und das Ergebnis von 1 abzieht. Was übrig bleibt, ist die Auszahlungsquote – der Anteil der Einsätze, den der Markt bei fairen Quoten auszahlen würde. Die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote ist die Marge. Bei einem Drei-Wege-Markt mit den Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg ergibt sich:
1 ÷ 2,10 ≈ 0,4762, 1 ÷ 3,40 ≈ 0,2941, 1 ÷ 3,60 ≈ 0,2778. Die Summe ist rund 1,0481. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,4 %. Die Marge ist etwa 4,6 %. Das ist ein realistischer Wert für einen 1X2-Markt auf ein Fußballspiel – manche Anbieter liegen darüber, manche darunter.
Was die Marge für den Spieler bedeutet. Eine Marge von 4,6 % bedeutet, dass der Markt bei zufällig verteilten Einsätzen etwa 4,6 Cent pro 1 € Einsatz einbehält. Bei 5 % Marge sind es 5 Cent. Bei 8 % Marge sind es 8 Cent. Auf den ersten Blick klingt das wenig – auf 100 € Einsatz sind es zwischen 4,60 € und 8 € pro Wette. Wer häufig wettet, gibt einen erheblichen Teil seines Einsatzes an die Marge ab, ohne es zu merken. Eine kleinere Marge ist ein echter Vorteil, aber kein Grund, einen Anbieter zu wählen, dessen Wettprogramm nicht passt.
Warum Quoten sich bewegen. Eine Quote ist kein feststehender Preis, sondern ein Spiegel der Einschätzung des Buchmachers. Verletzt sich ein Spieler, ändert sich die Quote. Steigen die Einsätze auf eine Seite, gleicht der Buchmacher nach. Bei Live-Wetten bewegen sich die Quoten jede Sekunde. Wer eine Wette platziert, sieht den Preis, den der Markt gerade hergibt – nicht den Preis, den er für fair hält.
Warum Anbieter unterschiedliche Quoten haben. Jeder Anbieter hat eigene Trader, eigene Datenmodelle, eigene Risikobereitschaft. Die Quote für denselben Ausgang kann zwischen zwei Anbietern um mehrere Prozentpunkte auseinanderliegen. Wer vor einer Wette die Quoten mehrerer Anbieter vergleicht, spart Marge – vorausgesetzt, er spielt nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Bei Offshore-Anbietern ist die Marge oft höher, nicht niedriger.
K.-o.-Spiele: Verlängerung und Elfmeterschießen
Eine Frage, die bei jeder K.-o.-Runde auftaucht: Zählt die Verlängerung zum Ergebnis, und was macht der Anbieter bei einem Elfmeterschießen? Die Antwort steht in den AGB des Anbieters, und sie ist nicht einheitlich.
Üblich – aber nicht zwingend – ist die Regelung, dass eine Wette auf den Spielausgang (1X2) auch die Verlängerung einschließt, sobald das Spiel in die Verlängerung geht. Manche Anbieter bieten eine separate Wette „nach Verlängerung“ an, manche werten die reguläre Spielausgang-Wette erst nach 90 Minuten aus und werten die Verlängerung als eigenes Ereignis. Beim Elfmeterschießen verfahren die meisten Anbieter so, dass das Elfmeterschießen für die Auswertung der Wette wie ein Unentschieden zählt – das bedeutet: Wer auf einen Sieg der Mannschaft wettet, die das Elfmeterschießen verliert, hat verloren; wer auf ein Unentschieden wettet, hat gewonnen.
Wer auf ein K.-o.-Spiel wettet, liest die AGB des Anbieters für die Frage „Was zählt zum Ergebnis?“ – und liest sie vor der Wette, nicht nach dem verlorenen Schein. Das ist der eine Moment, in dem das Kleingedruckte den Unterschied zwischen gewonnen und verloren macht.
Der Afrika-Cup als Turnier: Von Marokko zur ostafrikanischen Ausgabe
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil; nach der Ausgabe 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.
Afrika-Cup 2025 in Marokko
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt. Das Turnier war wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden. Sechs Vierergruppen, die Gruppenersten und -zweiten kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten; danach folgte das K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig war Brahim Díaz (Marokko) mit fünf Toren. Im Spiel um Platz 3 gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2.
Was diese Wertung bedeutet. Buchstabe, was die Buchmacher auszahlen: Eine Wette wird nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgewertet, und das offizielle Ende war der 18. Januar 2026. Wer auf Senegal als Sieger gesetzt hatte, hatte zu diesem Zeitpunkt gewonnen – die spätere Aberkennung durch die CAF ändert die Auszahlung nicht. Wer auf Marokko gesetzt hatte und auf die nachträgliche Wertung spekulierte, hatte auf ein Ereignis gewettet, das nicht in den AGB steht. Ein Buchmacher wettet nicht auf die Disziplinarentscheidung eines Verbandes – er wettet auf das, was auf dem Platz passiert.
Afrika-Cup 2027 in Kenia, Tansania und Uganda
Die Qualifikation ist der längste Teil des Wettprogramms – und der Teil, in dem die Quoten am stärksten schwanken, weil jede Mannschaftsanalyse auf wenigen Datenpunkten beruht. Drei ostafrikanische Gastgeber bereiten sich auf das Turnier vor.
Was 2027 anders machen wird. Buchstabe, was das Format angeht: 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen, K.-o.-System ab Achtelfinale. Was sich geändert haben könnte: die Spielorte, die Trainer, die Kader, die Form. Wer 2027 wetten will, sieht im Sommer 2027 ein anderes Turnier als 2025 – dieselbe Form, nicht dauerhaft dieselben Mannschaften.
Vergleich der Wettanbieter: Wer die GGL-Erlaubnis hält
Die folgende Tabelle zeigt zehn Wettanbieter, deren Sportwetten-Domain auf der GGL-Whitelist steht (Stand 02.10.2026). Die Spalten nennen den Markennamen, den Status auf der Whitelist und den Erlaubnisinhaber mit Sitz sowie das Datum der Ersterlaubnis für die Sportwetten-Domain.
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber (Sitz) | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| VBet | GGL Whitelist, Sportwetten | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| Betway | GGL Whitelist, Sportwetten | Betway Limited, Malta | 09.03.2021 |
| ODDSET | GGL Whitelist, Sportwetten | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet365 | GGL Whitelist, Sportwetten | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | GGL Whitelist, Sportwetten | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | GGL Whitelist, Sportwetten | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| Sportingbet | GGL Whitelist, Sportwetten | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| 888sport | GGL Whitelist, Sportwetten | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | GGL Whitelist, Sportwetten | DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta | 22.08.2023 |
| Interwetten | GGL Whitelist, Sportwetten | Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta | 02.11.2020 |
Die Tabelle zeigt die Domain und den Erlaubnisinhaber, nicht die Konzernmutter. Mehrere dieser Erlaubnisinhaber sind Tochtergesellschaften internationaler Konzerne – VBet gehört zur SCGO Limited in Malta, 888sport zur 888 Germany Limited, die wiederum Teil der an der London Stock Exchange notierten 888 Holdings ist. Was die Erlaubnisinhaberschaft bedeutet: Der Inhaber ist der Veranstalter der Wette im Rechtssinne – er schuldet die Steuer, er haftet gegenüber dem Spieler, er unterliegt der GGL-Aufsicht.
VBet
VBet tritt in Deutschland unter Vbet.de auf, Erlaubnisinhaber ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die GGL-Erlaubnis für die Sportwetten-Domain wurde am 5. Dezember 2023 erteilt – damit ist VBet einer der neueren Einträge auf der Whitelist. VBet bietet Wettquoten auf Fußball und weitere Sportarten an; das Wettprogramm für Kontinentalturniere hängt vom Saisonkalender ab. VBet punktet mit einer deutschen Erlaubnis und einer überschaubaren Historie als Veranstalter – wer einen neueren Marktteilnehmer mit klarer Whitelist-Identität sucht, findet ihn hier. Wer ein vollständig riesiges Wettprogramm erwartet, das bei den großen Anbietern über Jahre gewachsen ist, muss woanders suchen.
Betway
Betway tritt in Deutschland unter Betway.de auf, Erlaubnisinhaber ist die Betway Limited mit Sitz in Malta. Die GGL-Erlaubnis wurde am 9. März 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Betway bietet Cash-Out-Funktion, bei der das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ erscheint und der Wert der Wette angezeigt wird – ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Dazu kommt der Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Betway verbindet eine etablierte Marke mit einem vollständigen Funktionsumfang für Live-Wetten – wer Cash-Out als Standard erwartet und den Konfigurator nutzt, ist hier richtig. Wer eine reine Pre-Nissenkasse sucht, zahlt für Funktionen, die er nicht nutzt.
ODDSET
ODDSET tritt in Deutschland unter Oddset.de auf, Erlaubnisinhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH. Die Erlaubnis wurde mit Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15. Dezember 2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). Die ODDSET-Marke steht in Deutschland für ein Wettangebot, das auch in Annahmestellen präsent ist. ODDSET richtet sich an niemanden, der das größte Wettprogramm sucht – sondern an Spieler, die einen Anbieter mit deutschem Stationsnetz und deutscher Erlaubnis suchen. Wer im Laden wettet und online denselben Anbieter nutzen will, findet hier die durchgehende Identität.
bet365
bet365 tritt in Deutschland unter Bet365.de auf, Erlaubnisinhaber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die GGL-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. bet365 ist einer der etabliertesten internationalen Wettanbieter und bietet ein breites Wettprogramm über Fußball, Tennis, Basketball und weitere Sportarten, ergänzt um Live-Wetten und Live-Streams für ausgewählte Ereignisse. Wer ein vollständig großes Wettprogramm mit Cash-Out, Konfigurator und Live-Streams sucht, landet bei einem Anbieter dieser Größe – und zahlt den Preis in Form einer Marge, die im Mittelfeld liegt. Die Lizenzierung des Familiennamens steht außer Frage: bet365 ist seit 2020 auf der Whitelist und steht dort noch 2026.
AdmiralBet
AdmiralBet tritt in Deutschland unter Admiralbet.de auf, Erlaubnisinhaber ist die Greentube Betting Malta Limited. Die GGL-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, Folgeerlaubnisse am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024 – drei Erlaubnisschritte innerhalb von knapp vier Jahren, die den Bestand sichern. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022; das ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und für die Frage „Afrika-Cup wetten“ nicht relevant. AdmiralBet gehört zu den vom Reifen an: Die österreichische Admiral-Marke steht in mehreren europäischen Märkten – in Deutschland tritt sie unter dem britischen Markennamen mit maltesischem Erlaubnisinhaber auf. Wer einen Anbieter aus dem stationären Glücksspiel mit Internet-Erlaubnis sucht, ist hier richtig.
Tiptorro
Tiptorro tritt in Deutschland unter Tiptorro.de auf, Erlaubnisinhaber ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die GGL-Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten; das Unternehmen beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Tiptorro steht für die Marke Tipico in Deutschland – die juristische Trennung zwischen der Marke und dem Erlaubnisinhaber ist Folge der deutschen Erlaubnispflicht und kein Misstrauensgrund. Wer die Tipico-Marke mit deutscher Erlaubnis sucht, findet sie unter dem Tiptorro-Namen.
Sportingbet
Sportingbet tritt in Deutschland unter Sportingbet.de auf, Erlaubnisinhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Die GGL-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Sportingbet bietet einen Konfigurator+ und Live-Wetten an; zum Wettprogramm gehören Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Sportingbet verbindet ein vollständiges Fußball-Wettprogramm mit einer Auswahl an Randsportarten – wer nicht nur auf den Afrika-Cup, sondern auch auf Snooker wettet, hat hier mehr Auswahl. Die deutsche Erlaubnis steht.
888sport
888sport tritt in Deutschland unter 888sport auf, Erlaubnisinhaber ist die 888 Germany Limited. Die GGL-Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. Die 888sport-Marke gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert – ein börsennotierter Mutterkonzern mit langer Marktpräsenz. 888sport steht für die Kombination aus börsennotiertem Hintergrund und deutscher Erlaubnis – wer einen Anbieter mit Kapitalmarktdisziplin sucht, findet sie hier.
DAZN Bet
DAZN Bet tritt in Deutschland unter DAZN Bet auf, Erlaubnisinhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Die GGL-Erlaubnis wurde am 22. August 2023 erteilt – damit ist DAZN Bet neben VBet einer der neueren Einträge auf der Whitelist. DAZN steht im deutschen Markt für Sport-Streaming, DAZN Bet für die Wette auf dieselben Sportarten. DAZN Bet verbindet Streaming und Wette in einer App – wer beides in einem Konto haben will, ist hier richtig. Wer nur wettet und nicht streamt, zahlt für Funktionen, die er nicht nutzt.
Interwetten
Interwetten tritt in Deutschland unter Interwetten.de auf, Erlaubnisinhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die GGL-Erlaubnis wurde am 2. November 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Interwetten ist eine der ältesten Wettmarken im deutschsprachigen Raum und steht seit 1990 im Markt – vor dem Internet-Zeitalter, vor der Smartphone-Ära, vor der GGL. Die deutsche Erlaubnis steht; die Marke hat die deutsche Erlaubnis bekommen. Wer einen Anbieter mit langer Historie und deutscher Erlaubnis sucht, findet sie hier.
Wer schneidet im Vergleich wofür ab
Ein Vergleich von zehn Anbietern ohne Ranking ist kein Vergleich – aber ein Ranking nach einem einzigen Kriterium ist auch keins. Was die zehn Anbieter unterscheidet, sind vier Achsen: Wettprogramm für Kontinentalturniere, Quotenniveau auf den Standardmärkten, Verfügbarkeit von Live-Wetten und Streaming, Bedienbarkeit der mobilen Anwendung.
Beim Wettprogramm für Kontinentalturniere schneiden die etablierten Anbieter mit internationalem Hintergrund besser ab – bet365, Betway, Sportingbet, Interwetten. Das Wettprogramm eines Afrika-Cups umfasst neben dem Spielausgang auch Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig, Halbfinal- und Finalwetten. Wer alle diese Märkte bei einem Anbieter sucht, findet sie am ehesten bei einem Anbieter mit großem Fußball-Wettprogramm.
Beim Quotenniveau auf den Standardmärkten sind die Unterschiede messbar, aber nicht dramatisch. Wer drei Anbieter vergleicht, findet auf einem Drei-Wege-Markt selten mehr als zwei Prozentpunkte Marge Unterschied. Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag – eine selbstzitierte Studie, kein Ranking.
Bei Live-Wetten und Streaming ist die Bandbreite am größten. Betway, Sportingbet und bet365 bieten Cash-Out und Konfigurator-Funktionen. Winamax bietet Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL – Afrika-Cup ist nicht in dieser Liste. Wer auf den Afrika-Cup live wetten will, kann das bei mehreren Anbietern; wer den Afrika-Cup live schauen will, schaut woanders.
Bei der mobilen Bedienbarkeit ist der Markt weitgehend standardisiert. Tiptorro und DAZN Bet sind als Apps positioniert, die meisten anderen Anbieter haben mobile Webseiten, die auf Smartphones funktionieren. Wer eine native App erwartet, prüft die App-Beschreibung im App Store – die Tiptorro-App wird von der Torro Tec Limited angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt.
Häufige Fragen
Wann genau fand der Afrika-Cup 2025 statt, und wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden?
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt, nachdem das Turnier vom ursprünglich geplanten Sommertermin wegen der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden war. Die nächste kontinentale Meisterschaft folgt einem eigenen Rhythmus, der nicht mit dem Kalenderjahr identisch ist. Ein Afrika-Cup „Afrika-Cup 2026“ existiert nicht.
Welche Wettarten gibt es auf ein Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System?
Auf den Afrika-Cup wetten lässt sich auf den Turniersieger, den Gruppensieger und das Weiterkommen einer Mannschaft, auf den Spielausgang eines Einzelspiels (1X2), auf Über/Unter Tore, auf „Beide Teams treffen“, auf Handicap-Wetten und auf den Torschützenkönig. Kombinationswetten kombinieren mehrere Einzelwetten zu einer Wette mit multiplizierter Quote – gewinnt ein Teil, ist die Gesamtwette verloren. Bei den K.-o.-Spielen ab Achtelfinale zählt die Verlängerung in der Regel zum Spielausgang, das Elfmeterschießen wird je nach Anbieter als Unentschieden gewertet – die genauen Regeln stehen in den AGB des Anbieters.
Zählt die Verlängerung zum Ergebnis, und wie behandeln Anbieter ein Elfmeterschießen?
Die meisten Anbieter werten die reguläre 1X2-Wette so aus, dass bei einem K.-o.-Spiel die Verlängerung mitzählt – ein Siegtor in der 105. Minute entscheidet die Wette. Beim Elfmeterschießen verfahren die meisten Anbieter so, dass das Elfmeterschießen wie ein Unentschieden zählt; wer auf die Mannschaft wettet, die das Elfmeterschießen verliert, hat verloren. Manche Anbieter bieten eine separate Wette „Sieger nach Elfmeterschießen“ an. Wer auf ein K.-o.-Spiel wettet, liest die AGB des Anbieters vor der Wette – das ist der Moment, in dem das Kleingedruckte den Unterschied macht.
Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter für Afrika-Cup-Wetten eine deutsche Erlaubnis hat?
Die GGL-Whitelist auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist der einzige Test. Eine Whitelist-Eintrag enthält den Namen des Erlaubnisinhabers, dessen Sitz und das Datum der Erteilung der Sportwetten-Erlaubnis für die gelistete Domain. Wer dort steht, darf in Deutschland Sportwetten vermitteln – wer dort nicht steht, ist im Rechtssinneanbieter ohne Erlaubnis, auch wenn das Logo deutsch aussieht. Eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Whitelist wird regelmäßig aktualisiert; der aktuelle Stand ist auf der Website der GGL abrufbar.
Wie viel bleibt von einem Gewinn nach der Sportwettensteuer von 5,3 % übrig?
Die Sportwettensteuer wird vom Veranstalter der Wette an das Finanzamt abgeführt, nicht vom Spieler – der Spieler schuldet sie nicht. Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche von der Auszahlung, manche schlucken sie. Wer „5,3 % vom Einsatz“ liest, liest es falsch – die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz nach Abzug der Steuer, was rechnerisch etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags ergibt. Was am Ende auf dem Konto landet, hängt davon ab, wie der Anbieter die Steuer weitergibt – das steht in seinen AGB.
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