Eishockey online wetten in Deutschland
Stand: 16. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Eishockey gehört in Deutschland zu den Randsportarten, die in jedem lizenzierten Wettprogramm vorkommen, im Quotenniveau aber nicht an Fußball oder Tennis heranreichen. Wer hier setzt, muss zwei Dinge gleichzeitig beachten: das deutsche Erlaubnissystem, das nur Inhaber einer GGL-Sportwetten-Erlaubnis als seriöse Adresse übrig lässt, und die Spielstruktur einer Sportart, in der drei Drittel über Sieg und Niederlage entscheiden und schon ein einziges Tor in der Verlängerung den Wettausgang kippt. Wer beides versteht, wettet realistischer — und wer es ignoriert, verliert zuerst an die Buchmachermarge und erst danach an die falsche Toreinschätzung.
Wettmärkte bei Eishockey — von der Drei-Wege-Wette bis zur Torlinie
Ein Eishockeyspiel wirkt auf den ersten Blick binär: ein Tor mehr als der Gegner, das war’s. Wer aber auf Eishockey wetten will, landet schnell bei einer ganzen Batterie von Märkten, die jeweils eigene Quoten, eigene Margen und eigene Fallen haben. Wer hier nicht trennt, vergleicht später Äpfel mit Birnen.

Die Drei-Wege-Wette nach Dritteln
Die populärste Wette auf ein Eishockeyspiel ist die klassische 1X2-Wette: Heimsieg, Auswärtssieg oder Unentschieden nach Ablauf der regulären Spielzeit. Wichtig ist, was „regulär“ hier bedeutet: drei Drittel zu je 20 Minuten effektiver Spielzeit, mit Pausen dazwischen. Erst wenn nach 60 Minuten kein Sieger feststeht, geht die Partie in die Verlängerung — und für die Wette zählt das nicht mehr. Wer Heimsieg tippt und das Spiel geht in die Overtime, hat mit der Drei-Wege-Wette auf „1“ verloren, sofern nicht die Variante „inklusive Verlängerung und Penaltyschießen“ gewählt wurde.
Viele Buchmacher bieten in der DEL und in der NHL beide Varianten parallel an: 1X2 nach regulärer Spielzeit, daneben die gleiche Partie als „Sieger inklusive Verlängerung und Shootout“ — in den Quoten liegt der Unterschied. Wettet jemand, der den Unterschied nicht kennt, landet er fast immer auf der schlechteren Quote, weil die reguläre-Spielzeit-Variante das Unentschieden als eigenes Ergebnis anbietet, die „alles eingeschlossen“-Variante aber nur zwei Ausgänge hat und daher die Auszahlungsquote anders verteilt.

Handicap und die Linie
Sind die Teams ungleich stark, gleicht ein Handicap die Quote an: Buchmacher A bekommt +1,5 Tore, Buchmacher B -1,5. Wer auf B mit -1,5 setzt, gewinnt nur, wenn B mit zwei Toren Unterschied oder mehr gewinnt. Im Eishockey sind Handicaps von ±1,5 bis ±3,5 verbreitet, in Einzelfällen auch darüber, wenn ein Top-Team gegen einen Außenseiter antritt. Der Vorteil: Die Quote auf den Favoriten steigt deutlich. Der Preis: Schon ein einziges leeres Tor in den letzten Minuten reißt die Wette in den Verlust.
Wer ein Handicap mit ganzer Linie wählt (B -2,0), bekommt im Fall eines 4:2-Sieges seinen Einsatz zurück — der Buchmacher nennt das „push“, die Wette wird storniert. Diese asiatische Variante ist im Eishockey seltener als im Fußball, aber nicht unbekannt. Sie ist vor allem dann interessant, wenn man eine Tendenz sieht, sich aber beim Torabstand unsicher fühlt.
Über und Unter Tore
Über/Unter-Wetten auf das Gesamttor beider Mannschaften funktionieren wie beim Fußball, mit einer typischen Linie bei 5,5 oder 6,5. Werte unter 5,5 Tore sind in der DEL und in der NHL selten sinnvoll, weil die durchschnittlichen Torquoten hoch sind. Die DEL kommt im Schnitt auf über fünf Tore pro Spiel, die NHL auf knapp sechs. Wer auf Unter 5,5 setzt, wettet gegen den Mittelwert — was nur dann aufgeht, wenn die Torhüter überdurchschnittlich halten oder die Defensivsysteme den Torschuss unterdrücken.
Im Eishockey gibt es auch Drittel-Über-Unter und Team-Über-Unter. Wer auf „Heimteam über 2,5 Tore“ setzt, wettet nur auf die Leistung einer Mannschaft — was die Quote oft attraktiv macht, aber die Vorhersagekraft schmälert, weil Eishockey Tore in Schüben produziert und einzelne Drittel den Schnitt verzerren.
Sondermärkte: Drittel, Spieler, Serie
Neben den Grundmärkten führen Buchmacher oft Spezialwetten, die nur in der Eishockey-Sektion auftauchen: Wer gewinnt das erste Drittel? Gibt es eine Verlängerung? Wie viele Tore fallen im Powerplay? Welcher Spieler schießt das erste Tor? Die Quoten auf Spielermärkte sind oft weit — kleine Stichproben, einzelne Stürmer werfen in einem Spiel keinen Torschuss — was sie zu einem Markt mit hoher Buchmachermarge macht. Wer hier spielt, sollte die Marge im Quotenvergleich einkalkulieren.
In den Playoffs der DEL wird die Verlängerung in voller Spielerstärke gespielt, und ein Penaltyschießen gibt es in den Playoffs nicht — ein Tor in der Overtime entscheidet. In der Hauptrunde der DEL gilt seit der Saison 2016/17 3-gegen-3 in der Verlängerung, danach Shootout. Das beeinflusst nicht nur die Spielmechanik, sondern auch, welche Wette sinnvoll ist: In den Playoffs ist ein Tipp auf „kein Sieger nach regulärer Spielzeit“ praktisch wertlos, weil fast jede Playoff-Partie in der Overtime endet.
Wettbewerbe und Spielplan — wo Eishockeywetten stattfinden
Eishockeywetten sind nicht gleich Eishockeywetten. Die Wettbewerbsstruktur beeinflusst, wie oft gespielt wird, wie ausgeglichen die Paarungen sind und welche Märkte überhaupt angeboten werden. Wer eine Sportart über den Wettmarkt kennenlernt, lernt zuerst den Kalender kennen.
Die DEL — 14 Teams, 52 Hauptrundenspiele, Playoffs ab März
Die Deutsche Eishockey Liga wurde 1994 gegründet und war bei ihrer Gründung die erste Profiliga im deutschen Eishockey. In der Saison 2026/27 umfasst sie 14 Mannschaften; in den Saisons 2023/24 bis 2025/26 bestritt jedes der 14 Teams 52 Hauptrundenspiele. Die Saison beginnt im September und endet im Frühjahr, die Playoffs starten im März. Seit 2006/07 sind die ersten sechs der Hauptrunde direkt qualifiziert, die Plätze 7 bis 10 spielen eine Qualifikationsrunde um die restlichen zwei Playoff-Plätze; Viertelfinale, Halbfinale und Finale werden seit 2013/14 im Modus „Best of Seven“ gespielt.
Die DEL ist für deutsche Wettkunden das tägliche Brot: zwei Spiele pro Spieltag, Märkte von Drei-Wege über Handicap bis zu Drittelwetten, in den Playoffs intensive Berichterstattung und damit ein Wettangebot, das auch Spezialmärkte abdeckt. Wer in der DEL wettet, sollte wissen, dass die Heimstärke im deutschen Eishockey ausgeprägter ist als in vielen anderen Ligen — Reisebelastung, kleine Kader, wenige spielfreie Tage zwischen den Partien.
Die NHL — die andere Liga, der andere Markt
Die nordamerikanische Profiliga NHL ist quantitativ das größte Eishockeywettangebot weltweit, mit 82 Hauptrundenspielen pro Team und einer Playoff-Struktur, die sich über zweieinhalb Monate zieht. In Deutschland wetten viele Kunden auf die NHL, obwohl die Spiele in den frühen Morgenstunden deutscher Zeit stattfinden. Das Wettprogramm der NHL ist breiter als das der DEL: mehr Spezialmärkte, mehr Livewetten, mehr Spielervorschläge. Die Quoten auf NHL-Partien liegen tendenziell etwas enger als auf DEL-Spiele, weil der Markt liquider ist.
WM, Olympia, Champions Hockey League
An der A-Weltmeisterschaft im Eishockey nehmen seit 1998 16 Nationen teil; sie spielen in zwei Gruppen zu je acht Mannschaften, die jeweils ersten vier jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, die Gruppenletzten steigen ab. Kanada ist Rekordweltmeister und gewann 2023 seinen 28. WM-Titel; Deutschland unterlag im Finale mit 2:5. Die WM ist ein Kurzturnier — Spiele finden an wenigen Tagen statt, oft zweimal pro Tag, was das Wettprogramm komprimiert und Livewetten besonders interessant macht.
Die Champions Hockey League (CHL) ist der europäische Vereinswettbewerb: Die besten Klubs aus DEL, schwedischer SHL, finnischer Liiga, tschechischer Extraliga und Schweizer NL treffen aufeinander. Das Wettangebot ist schmaler als bei DEL oder NHL, weil die CHL-Spiele nicht täglich stattfinden und der Buchmacher weniger Personalisierung investiert. Wer auf die CHL wettet, vergleicht Quoten am besten zwischen mehreren Anbietern.
Olympia spielt im Eishockey eine Sonderrolle: NHL-Spieler sind nicht immer dabei, die Kaderniveaus schwanken, die Quoten auf Außenseiter sind entsprechend weit. Für systematische Wetter ist Olympia ein schwieriger Boden — die Datenbasis ist dünn, einzelne Spieler fallen kurzfristig aus.
IIHF und der Verband
Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) hatte 2025 84 Mitgliedsverbände. Die IIHF organisiert die Weltmeisterschaften, regelt die internationalen Transfers und entscheidet über die Teilnahmeberechtigung an Olympia. Für den deutschen Wettmarkt ist die IIHF insofern relevant, als die Wettbewerbe, die sie veranstaltet (WM A, WM U20, Olympia-Qualifikation), im Wettprogramm der Buchmacher auftauchen und die Quotenangebote von der internationalen Spielstärke abhängen.
Vergleich der Eishockey-Anbieter — wer ist lizenziert, wer zeigt das Wettprogramm
Wer in Deutschland auf Eishockey wetten will, kann das nur bei Anbietern mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis. Die folgende Tabelle zeigt die zehn lizenzierten Buchmacher, die in der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Sortiert ist sie nach der Position, die jeder Anbieter im Eishockey-Vergleich einnimmt; die alphabetische Reihenfolge der Lizenzbezeichnungen ist dabei nicht entscheidend.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipwin | Whitelist-Eintrag für Tipwin, Inhaber Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag für DAZN Bet, Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag für Bpremium, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Ltd | 09.10.2020 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag für NEO.bet, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag für bet365, Inhaber Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| VBet | Whitelist-Eintrag für VBet, Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Bet3000 | Whitelist-Eintrag für Bet3000, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Betway | Whitelist-Eintrag für Betway, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag für AdmiralBet, Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag für ODDSET, Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
Die Whitelist-Stand vom 2. Oktober 2026 listet insgesamt 30 Einträge — 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede aufgeführte Domain ist eine .de-Domain; eine .de-Endung allein beweist allerdings noch keine Erlaubnis, weil auch unerlaubte Anbieter mit einer .de-Endung auftreten können. Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle, um die Lizenz eines Anbieters zu prüfen.
Die Erlaubnis-Daten zeigen, dass die meisten Anbieter ihre Erstgenehmigung am 9. Oktober 2020 erhalten haben — dem Tag, an dem die ersten GGL-Sportwetten-Erlaubnisse nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 ausgestellt wurden. Bet3000 ist mit einer Erstgenehmigung vom 22. April 2026 der späteste Neueinsteiger in der Runde, betway und ODDSET liegen dazwischen.
Eishockey verstehen — Drittel, Verlängerung, Penaltyschießen
Wer auf Eishockey wettet, ohne die Spielregeln zu kennen, wettet auf Annahmen. Das ist im Fußball schon riskant, im Eishockey verdoppelt sich das Problem: Die Spielzeit ist nicht 90 Minuten am Stück, und die Frage, wann ein Spiel „zu Ende“ ist, hat drei verschiedene Antworten.
Drei Drittel, drei Anläufe
Ein Eishockeyspiel besteht aus drei Dritteln mit je 20 Minuten effektiver Spielzeit; zwischen den Dritteln liegen meist 15 bis 18 Minuten Pause. Effektiv heißt: Die Uhr läuft nur, wenn der Puck im Spiel ist. Bei Unterbrechungen — Icing, Offside, Puck aus dem Spielfeld, Foul — wird die Zeit angehalten. Die reale Spieldauer eines Drittels liegt deshalb oft bei 30 bis 40 Minuten.
Auf dem Eis stehen pro Mannschaft höchstens sechs Spieler gleichzeitig, in der Regel fünf Feldspieler und ein Torwart. Das ist eine andere Personenzahl als im Fußball und erklärt, warum die Spielfläche beim Eishockey kleiner ist als ein halbes Fußballfeld — wer fünf Feldspielern plus Torhüter Platz geben muss, kommt mit der Hälfte der Grundfläche aus.
Verlängerung und Shootout — das Spiel nach dem Spiel
In der Hauptrunde der DEL wird die Verlängerung seit der Spielzeit 2016/17 mit 3 gegen 3 gespielt; zuvor waren es fünf Minuten 4 gegen 4. Steht danach kein Sieger fest, entscheidet ein Penaltyschießen. In den Playoffs der DEL wird die Verlängerung mit voller Spieleranzahl gespielt und endet sofort bei einem Tor; es folgen Verlängerungen von jeweils 20 Minuten, bis ein Tor fällt. Ein Penaltyschießen gibt es in den Playoffs nicht.
Was heißt das für die Wette? Wer in der DEL-Hauptrunde auf einen Sieger nach regulärer Spielzeit tippt, muss wissen, dass Unentschieden möglich sind. Wer auf den Sieger inklusive Verlängerung tippt, wettet auf eine Zwei-Wege-Wette mit Auszahlung nur bei Sieg einer der beiden Mannschaften. In den Playoffs gibt es kein Unentschieden — entweder ein Team schießt in der Overtime das entscheidende Tor, oder die Partie wird in mehreren Overtimes entschieden. Wer hier auf ein Unentschieden tippt, wettet ins Leere; in den Playoffs wird dieser Markt gar nicht angeboten.
In der NHL ist die Struktur ähnlich: reguläre Spielzeit plus fünfminütige Overtime in Unterzahl (3 gegen 3), danach Shootout. In den Playoffs der NHL gilt: keine Shootouts, sondern 20-Minuten-Overtimes in voller Spielerstärke, solange bis ein Tor fällt. Wettanbieter bieten während der NHL-Playoffs nur den Sieger inklusive Overtime an.
Penaltyschießen und der Sonderfall
Das Penaltyschießen — im Deutschen auch „Shootout“ — ist ein eigenes kleines Drama: Ein einzelner Spieler läuft alleine auf den Torwart zu, drei Versuche pro Team, der mit mehr Toren gewinnt. Für die Wette zählt der Sieger des Shootouts als Sieger des Spiels. Wichtig ist, dass es im Penaltyschießen keine Unentschieden gibt, weil es immer einen Sieger geben muss.
Für Livewetten bedeutet das: Wer nach dem Ende des dritten Drittels noch eine offene Wette hat, sollte sich an der Wettart orientieren. Eine Wette auf „Sieg nach regulärer Spielzeit“ wird in der Overtime als „Unentschieden nach regulärer Spielzeit“ abgerechnet, sobald die Overtime beginnt. Wer das nicht weiß, ärgert sich über die scheinbar falsche Auswertung.
Rechtliche Lage in Deutschland — die GGL-Erlaubnis als Voraussetzung
Wer in Deutschland auf Eishockey wettet, kann das straffrei tun — das ist die eine Seite. Die andere Seite: Es ist nur straffrei, wenn der Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat. Andernfalls ist die Wette unerlaubtes Glücksspiel im Sinne des Glücksspielstaatsvertrags 2021.
Die GGL und die Whitelist
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die zentrale Aufsichtsbehörde für Sportwetten, Online-Casinospiele und Online-Poker in Deutschland. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist (§ 9 Abs. 8) ist das einzige verbindliche Verzeichnis — die GGL führt sie, sie ist online abrufbar, und ein Anbieter, der nicht auf der Liste steht, hat in Deutschland keine Sportwetten-Erlaubnis.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Wer bei einem nicht zugelassenen Anbieter wettet, hat im Streitfall vor deutschen Gerichten schlechte Karten — und wer Glücksspielsucht entwickelt, hat keinen Zugriff auf die deutschen Schutzsysteme.
Livewetten — was geht, was nicht
Livewetten sind in Deutschland stark eingeschränkt. § 21 Abs. 4 erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball nein. Im Eishockey zählt das nächste Tor zu den erlaubten Livewetten, weil Tore im Eishockey seltene Ereignisse sind. Eine Wette auf „nächstes Tor“ ist in Echtzeit möglich, solange das Spiel läuft.
Wettgewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette.
Spielsucht und Spielerschutz
Die Teilnahme an Sportwetten ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter darf nur ein Konto mit vollständiger Verifizierung geführt werden (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es erlaubt, kann für einzelne Personen ein höheres Limit festlegen (bis 10.000 €, 10.000-30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler) — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.
Paralleles Spiel ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei). OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Anmeldung abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens 3 Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen — wer dort wettet, hat keinen Zugriff auf das deutsche Schutzsystem.
Zahlungen, Steuer und Auszahlung
Zahlungen nach § 6b Abs. 4 sind nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen — was Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Markt ausschließt. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen AGB.
Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist dessen Entscheidung; manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere reduzieren die Quote, andere tragen sie selbst. Diese Information ist in den AGB des jeweiligen Anbieters zu finden. Die Steuer fällt auch bei nicht lizenzierten Anbietern an — eine gezahlte Steuer ist kein Beweis für eine Lizenz.
Werbung und Bonus
Nur Inhaber einer Erlaubnis dürfen in Deutschland für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino — ausdrücklich nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung in diesem Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).
Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe, dem Umsatz oder der Mindestquote nach beschränkt. Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen aus den AGB des jeweiligen Anbieters — und sind deshalb nicht zwischen Anbietern vergleichbar, wenn die AGB unterschiedlich formulieren.
Offshore — was fehlt
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, hat folgende Situation: keine Erlaubnis, kein Zugang zu OASIS oder LUGAS, kein deutscher Rechtsschutz, möglicherweise höhere Limits. Die GGL spricht in solchen Fällen von unerlaubtem Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine maltesische, curaçaoische oder Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung.
Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Rückzahlung ist damit nicht automatisch garantiert, aber die Richtung der europäischen Rechtsprechung ist klar: Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, hat zunehmend Chancen, sein Geld vor Gericht zurückzuholen.
Verantwortungsvolles Spielen — wo Hilfe und Grenzen warten
Eishockey-Wetten machen in der Regel kleine Beträge aus, einzeln und über die Saison hinweg. Die Gefahr liegt nicht in einer einzelnen Wette, sondern in der Wiederholung — und genau dort setzen die deutschen Schutzsysteme an.
Das monatliche Einzahlungslimit
Wer bei einem lizenzierten Anbieter wettet, hat pro Kalendermonat ein Einzahlungslimit von 1.000 €, das über alle Anbieter hinweg gilt. Das bedeutet: Wer bei Tipwin 500 € einzahlt, kann bei bet365 nur noch 500 € einzahlen, bei DAZN Bet nur 300 €, und so weiter. Das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt — Anbieter haben untereinander Einsicht in die getätigten Einzahlungen.
Eine Erhöhung des Limits auf bis zu 10.000 € ist nur möglich, wenn der Anbieter sie erlaubt und der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist. Eine Selbsterklärung reicht nicht; Einkommensnachweise oder ähnliche Belege sind erforderlich. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen Karenzzeit. Wer sein Limit erhöht, kann es eine Woche lang nicht zurücknehmen.
OASIS und Selbstsperre
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem. Bei jeder Registrierung und bei jedem Login prüft der Anbieter, ob eine Sperre vorliegt. Wer sich selbst sperrt, gibt eine Frist an — mindestens 3 Monate, sonst mindestens 1 Jahr. Eine Sperre gilt für alle lizenzierten Anbieter in Deutschland. Wer eine Sperre umgehen will, indem er zu einem Offshore-Anbieter wechselt, hat den Schutzeffekt verloren.
Der Panikbutton, den jeder lizenzierte Anbieter anbieten muss, löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Wer nach 24 Stunden weiterspielen will, kann das tun — der Button ist als Kurzzeit-Sperre gedacht, nicht als Selbstausschluss.
Wo es Hilfe gibt
In Deutschland ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die zentrale Anlaufstelle für Fragen zu Glücksspielsucht. Die Telefonberatung ist kostenlos und anonym, die Online-Beratung per Chat und Mail ebenfalls. Die Adressen und Telefonnummern sind über die BZgA-Website abrufbar; Anbieter, die in Deutschland lizenziert sind, verlinken sie auf jeder Seite des Wettkontos.
Wer Anzeichen von Spielsucht bei sich oder anderen bemerkt — steigende Einsätze, Jagen von Verlusten, Vernachlässigung von Arbeit und Beziehungen —, sollte die Beratung in Anspruch nehmen, bevor sich das Verhalten verfestigt. Die deutschen Schutzsysteme sind nicht perfekt, aber sie funktionieren, wenn sie genutzt werden.
Livewetten auf Eishockey — was der deutsche Markt erlaubt
Livewetten auf Eishockey sind in Deutschland kein All-you-can-eat-Buffet. Der Glücksspielstaatsvertrag beschränkt sie auf das Endergebnis und auf wenige ausgewählte Komponenten. Wer hier die Regeln nicht kennt, wettet auf Märkte, die der Anbieter gar nicht anbieten darf — und zwar nicht, weil der Anbieter sie nicht will, sondern weil das deutsche Recht es ihm verbietet.
Was erlaubt ist
Während eines laufenden Eishockeyspiels darf auf das Endergebnis gewettet werden — also auf den Sieger inklusive Verlängerung und Shootout, sollte es so weit kommen. Erlaubt ist auch die Wette auf das nächste Tor. Eishockey gehört zu den Sportarten, in denen Tore seltene Ereignisse sind; die Quote auf „nächstes Tor durch Team A“ liegt meist deutlich über 1,50, oft im Bereich 2,00 bis 3,00, weil der Markt jedes Tores neu bewertet werden muss.
Erlaubt sind weiterhin Wetten auf Drittel-Ergebnisse und auf den Sieger eines einzelnen Drittels, sofern der Anbieter diese Märkte im genehmigten Sportwettprogramm führt. Welche Märkte genau angeboten werden, variiert zwischen den Anbietern — die GGL genehmigt das Programm im Voraus, und einzelne Buchmacher entscheiden, was sie ins Programm nehmen.
Was nicht erlaubt ist
Nicht erlaubt sind Wetten auf das nächste Powerplay-Tor, auf die Anzahl der Tore in einem bestimmten Spielabschnitt unter einer Sekunde nach Bully, auf einzelne Spielzüge und auf alles, was nicht als „nächstes Tor“ oder „Endergebnis“ daherkommt. Wer bei einem Anbieter einen solchen Markt sieht, sollte skeptisch sein — entweder ist die Wette in Deutschland gar nicht zulässig oder sie ist eine Variante, die unter „nächstes Tor“ firmiert und entsprechend beworben wird.
Wetten auf den Ausgang eines Penaltyschießen sind nicht erlaubt, weil das Penaltyschießen kein „Ereignis“ im Sinne der Verordnung ist, sondern ein Vorgehensverfahren zur Siegerermittlung. Buchmacher, die in Deutschland lizenziert sind, bieten diesen Markt nicht an.
Cash-out als Anbieterfunktion
Cash-out ist keine Wettart, sondern eine Funktion des Buchmachers. Wer eine offene Wette hat, kann sie vor dem Ende des Ereignisses an den Anbieter zurückverkaufen — der Anbieter zahlt einen Betrag, der unter dem potenziellen Gewinn liegt, und übernimmt dafür den Wettschein. Cash-out ist eine Komfortfunktion: Sie erlaubt es, Gewinne vorzeitig zu sichern oder Verluste zu begrenzen.
Die GGL hat keine gesetzliche Regelung zu Cash-out gefunden; Cash-out ist eine reine Anbieterfunktion, deren Konditionen in den AGB des jeweiligen Anbieters stehen. Anbieter können Cash-out auf einzelnen Märkten einschränken oder ausschließen, etwa bei Livewetten auf das nächste Tor. Wer Cash-out intensiv nutzt, sollte die Regeln des Anbieters kennen, sonst enttäuscht die scheinbar flexible Funktion.
Tipps und Statistiken — wie man eine Eishockey-Prognose baut, und warum sie trotzdem danebenliegt
Eishockey-Tipps füllen eigene Webseiten und Foren. Wer dort liest, findet Wett-Tipps für DEL, NHL und WM, oft mit kurzen Begründungen und Quotenvergleichen. Was diese Tipps können: die subjektive Einschätzung eines Experten wiedergeben. Was sie nicht können: die Zukunft vorhersagen.
Die Basisstatistiken
Wer eine eigene Eishockey-Prognose baut, schaut auf eine Reihe von Standardstatistiken. Die wichtigsten sind Torquote (Tore pro Spiel, getrennt nach Heim und Auswärts), Gegentorquote, Powerplay-Quote, Penalty-Killing-Quote und Torhüterstatistik (Save Percentage, Gegentorschnitt). Aus diesen Werten entsteht ein Bild: Ist ein Team in Form, wie ist seine Special-Teams-Bilanz, wie stark ist der Torhüter?
Für die DEL sind diese Statistiken frei zugänglich, etwa auf den Webseiten der Liga und spezialisierter Statistik-Anbieter. Für die NHL sind sie noch breiter verfügbar, weil die Liga selbst umfangreich publiziert. Die WM-Statistiken sind saisonal kürzer, weil das Turnier nur wenige Wochen dauert.
Die fortgeschrittenen Faktoren
Wer über die Basisstatistiken hinausgeht, berücksichtigt: Verletzungen und Sperren, Reisebelastung (in der NHL spielt ein Team oft drei Spiele in vier Tagen, in anderen Ligen ist das seltener), Heimvorteil (in der DEL stark ausgeprägt), Back-to-back-Spiele (in der NHL ein eigenes Risiko für die zweite Partie) und Torhüter-Rotation (in DEL und NHL wechseln Teams die Torhüter, in den Playoffs setzen viele Teams auf eine Nummer eins).
Wer Wett-Tipps liest, sollte prüfen, ob diese Faktoren berücksichtigt sind. Ein Tipp, der nur die Tabellenplätze nennt, ignoriert vieles. Ein Tipp, der die Form, den Torhüter und die Special Teams nennt, hat zumindest eine durchdachte Grundlage.
Warum kein Tipp sicher ist
Und trotzdem: Kein Tipp ist sicher. Eishockey ist ein Sport mit hoher Varianz — ein einziges Tor in den letzten Sekunden, ein Pfostenschuss, ein Penalty in der Overtime, und die Wette kippt. Die Quoten, die der Buchmacher anbietet, spiegeln diese Varianz wider: Wenn die DEL-Quote auf einen klaren Favoriten 1,40 ist, dann liegt die implizite Wahrscheinlichkeit bei rund 70 %, nicht bei 100 %. Die restlichen 30 % sind der Raum, in dem die Außenseiter-Wette gewinnt.
Wer langfristig auf Eishockey wettet, sollte sich klarmachen: Die Buchmachermarge ist auf jedem Markt eingepreist. Eine Marge von 5 % bedeutet, dass 95 % der Einsätze als Gewinne ausgeschüttet werden, 5 % beim Buchmacher bleiben. Wer fünf Wetten zu 1,90/1,90 abschließt (was einer Marge von etwa 5,3 % entspricht), verliert auf lange Sicht rund 5 Cent pro Euro Einsatz. Das ist der Preis, den der Wettmarkt für seine Dienstleistung verlangt — und er fällt unabhängig davon an, wie gut der eigene Tipp ist.
Wie eine Marge entsteht — ein Beispiel
Eine faire zwei-Wege-Wette ohne Buchmachermarge würde für jedes Ergebnis eine Quote von 2,00 anbieten. Wer 100 € auf Ergebnis A setzt und 100 € auf Ergebnis B, bekommt 200 € zurück, sobald eines der Ergebnisse eintritt — der Buchmacher nimmt nichts. In der Realität sind die Quoten niedriger, weil der Buchmacher einen Schnitt macht. Bei Quoten von 1,90/1,90 setzt der Buchmacher 1,90 auf den ersten Ausgang und 1,90 auf den zweiten. Wer auf beide Ausgänge 100 € setzt, hat 200 € eingesetzt; er bekommt aber 190 € zurück, sobald ein Ausgang eintritt — 10 € bleiben beim Buchmacher. Die Marge, also der Anteil, den der Buchmacher behält, liegt bei 5,3 % (10 € / 190 € × 100). Die Auszahlungsquote, also der Anteil, der an die Wetter zurückfließt, liegt bei 94,7 % (190 € / 200 € × 100).
Übertragen auf ein Eishockey-Beispiel: Bei einem DEL-Spiel zwischen zwei gleichstarken Teams notiert der Buchmacher eine reguläre-Spielzeit-Drei-Wege-Wette typischerweise mit 2,30 auf Heimsieg, 3,60 auf Auswärtssieg und 3,40 auf Unentschieden. Die Auszahlungsquote liegt in solchen Konstellationen oft im Bereich 93 % bis 95 %, die Marge entsprechend bei 5 % bis 7 %. Bei stark favorisierten Teams, etwa wenn München gegen Schlusslicht spielt, kann die Marge im Sieger-Markt auf 3 % fallen — dann sind die Quoten besonders eng. Bei Außenseiter-Kombinationen und Spezialmärkten steigt die Marge schnell auf 8 % oder mehr.
Wer das beachtet, wettet auf Märkten mit niedriger Marge, wenn er langfristig spielen will. Wer gelegentlich auf ein Lieblings-Team setzt, sollte die Marge kennen, um seine Wette realistisch einzuordnen.
Eishockey-Anbieter im Detail
Die zehn lizenzierten Anbieter, die in der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 stehen, sind nicht alle gleich aufgestellt, wenn es um Eishockey geht. Was sie im Wettprogramm zeigen, wie sie Quoten bilden, welche Spezialmärkte sie anbieten — das sind die Punkte, in denen sie sich unterscheiden. Die folgende Übersicht beschreibt jeden Anbieter, basierend auf den Whitelist-Informationen und den allgemeinen Eigenschaften, die in den jeweiligen AGB stehen.
Tipwin — der deutsche Anbieter mit Basketball-Verband im Rücken
Tipwin ist ein deutscher Anbieter mit langer Historie im Sportwettenmarkt. Auf der Whitelist ist Tipwin Limited als Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin eingetragen, mit einer Erstgenehmigung vom 9. Oktober 2020 und Folgegenehmigungen vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024. Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes; die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre — was die Verankerung im deutschen Sport zeigt, auch wenn der Verbandspartner Basketball und nicht Eishockey ist.
Für Eishockey-Wetten führt Tipwin ein vollständiges Programm mit DEL-, NHL- und WM-Wetten, dazu Spezialmärkte auf Drittel und Spielerstatistiken. Die Quoten liegen im Mittelfeld der lizenzierten Anbieter. Wichtig: Wer bei Tipwin wettet, sollte die AGB lesen, weil der Anbieter zu Bonus- und Umsatzbedingungen eigene Regeln hat.
DAZN Bet — der Sport-Streaming-Anbieter mit Wettlizenz
DAZN Bet ist die Wettplattform des Sport-Streaming-Dienstes DAZN. Veranstalterin der Sportwetten unter DAZN Bet ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023. DAZN hat im Sport-Streaming eine starke Stellung, was sich auf das Wettprogramm auswirkt: Die Anbindung an die Live-Übertragungen ist enger als bei reinen Wettanbietern, und in Sportarten, die DAZN überträgt, sind die Wettquoten oft besonders aktuell.
Für Eishockey heißt das: DAZN zeigt NHL-Spiele und ausgewählte DEL-Partien, die zugehörigen Wettquoten sind im DAZN-Ökosystem integriert. Wettkunden können zwischen Live-Stream und Wette wechseln, ohne die Plattform zu verlassen. Die Quoten liegen eher im engen Bereich, was den Anbieter für systematische Wetter interessant macht, die auf liquide Märkte setzen.
bpremium — der Name mit langer Tradition
Bpremium gehört zur Ladbrokes-Gruppe und trägt damit eine Marke, die im britischen Wettgeschäft seit Jahrzehnten besteht. Veranstalterin der Sportwetten unter Bpremium ist die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Malta; die Whitelist führt die Erlaubnis mit einer Erstgenehmigung vom 9. Oktober 2020 und einer Folgegenehmigung vom 21. Dezember 2022.
Das Wettprogramm ist breit, mit DEL, NHL und WM als Standards. Die Quoten liegen im Mittelfeld, die Bedienoberfläche ist für klassische Wettkunden ausgelegt. Bpremium gehört zu den Anbietern, die in Deutschland seit Beginn des lizenzierten Marktes aktiv sind und ihre AGB entsprechend stabil gehalten haben.
NEO.bet — der Neuankömmling mit Startup-Charakter
NEO.bet gehört zu den jüngeren Anbietern im deutschen Markt. Auf der Whitelist ist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin eingetragen, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgegenehmigung vom 22. Dezember 2022. NEO.bet hat sich auf ein modernes Wettprogramm spezialisiert, mit Fokus auf Fußball, aber auch Eishockey im Programm.
Die Quoten sind im Mittelfeld. NEO.bet ist eine Option für Wettkunden, die eine schlankere Bedienoberfläche suchen, ohne auf das volle Wettprogramm zu verzichten. Wichtig: Der Anbieter gehört zur Greenvest-Gruppe, die auch andere Marken im europäischen Wettmarkt betreibt — die Konzernstruktur hat aber keine direkten Auswirkungen auf die deutsche Lizenz.
bet365 — der Marktführer im Wettprogramm
Bet365 ist einer der bekanntesten Wettanbieter weltweit und auch in Deutschland seit 2020 lizenziert. Auf der Whitelist ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Malta als Inhaberin eingetragen, mit einer Erstgenehmigung vom 9. Oktober 2020 und einer Folgegenehmigung vom 27. Dezember 2022. Die deutsche Plattform Bet365 ist im Sportwettenprogramm vollständig: DEL, NHL, WM, Champions Hockey League und Spezialmärkte auf Spieler und Drittel.
Bet365 gehört zu den Anbietern mit dem breitesten Eishockey-Wettprogramm in Deutschland, mit Livewetten, Cash-out und Bet Builder. Die Quoten sind tendenziell eng, besonders auf den großen Märkten, was den Anbieter für Wettkunden interessant macht, die Liquidität schätzen. Die Bedienoberfläche ist funktional, die App gilt als eine der stabileren im Markt.
VBet — der internationale Anbieter
VBet gehört zur SCGO Limited mit Sitz in Malta. Die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist in mehreren europäischen Märkten aktiv und hat in Deutschland mit einer etwas späteren Lizenz als die Wettbewerber begonnen.
Das Eishockey-Wettprogramm ist solide, mit DEL, NHL und WM. Die Quoten liegen im Mittelfeld. VBet bietet Livewetten und Cash-out, das Wettprogramm ist im Vergleich zu den ganz Großen etwas schmaler, was vor allem Spezialmärkte betrifft. Wichtig: VBet gehört zu den Anbietern, die in der deutschen Wett-Community weniger präsent sind, was die Wahrnehmung verzerren kann.
Bet3000 — der Neue mit langer Historie
Bet3000 ist mit der Erstgenehmigung vom 22. April 2026 der späteste Neueinsteiger unter den lizenzierten Eishockey-Anbietern. Veranstalter ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Malta. Der Name Bet3000 hat im deutschen Wettgeschäft eine längere Geschichte als Anbieter für stationäre Wetten; die Online-Lizenz ist neu.
Das Eishockey-Wettprogramm ist breit angelegt, mit DEL, NHL und WM im Standard. Die Quoten liegen eher im Mittelfeld. Bet3000 ist vor allem für Wettkunden interessant, die den Namen aus dem stationären Geschäft kennen und einen Anbieter mit deutscher Verankerung suchen.
Betway — der Anbieter mit dem Konfigurator
Betway gehört zur Betway Limited, die in Deutschland eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 hat, mit einer Folgegenehmigung vom 23. Dezember 2022. Betway ist im europäischen Markt breit aufgestellt und hat sich durch Sponsoring im Sport — etwa im Fußball und Eishockey — einen Namen gemacht.
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Für Eishockey ist der Konfigurator weniger relevant, weil er primär auf Fußball ausgelegt ist — aber Cash-out und Livewetten funktionieren auch im Eishockey-Programm.
AdmiralBet — der Anbieter mit österreichischer Mutter
AdmiralBet gehört zur Greentube Betting Malta Limited, die auf der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgegenehmigungen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024 eingetragen ist. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022 — was die Trennung zwischen Sportwetten und virtuellem Automatenspiel aufzeigt: Eine Erlaubnis für virtuelle Slots bedeutet keine Erlaubnis für Sportwetten und umgekehrt.
AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe, die in Österreich mit Admiral stark verankert ist. Das Eishockey-Wettprogramm ist solide, die Quoten liegen im Mittelfeld. Der Anbieter ist für Wettkunden interessant, die einen Hintergrund aus dem österreichischen Markt mitbringen und eine etablierte Marke suchen.
ODDSET — der Anbieter mit deutscher Lizenzbehörde
ODDSET ist ein Wettanbieter mit langer deutscher Tradition, der in den 1990er Jahren mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock verknüpft war. Heute gehört ODDSET zur ODDSET Sportwetten GmbH; das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale).
ODDSET ist vor allem in bayerischen Lotto-Annahmestellen präsent, daneben online. Das Eishockey-Wettprogramm ist schmaler als bei den großen Online-Anbietern, deckt aber DEL und NHL ab. Die Quoten sind eher weit, was den Anbieter für Gelegenheits-Wetter interessant macht, die nicht auf das engste Quotenniveau angewiesen sind.
Häufige Fragen
Wie wettet man in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter auf Eishockey?
Wer auf Eishockey wetten will, wählt einen Anbieter aus der GGL-Whitelist, registriert sich mit voller Verifizierung und zahlt auf ein Konto im eigenen Namen ein. Das Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Monat über alle Anbieter. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für höchstens 72 Stunden mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen erlauben.
Was ist der Unterschied zwischen einer Wette auf die reguläre Spielzeit und auf den Sieger inklusive Verlängerung?
Die Wette auf die reguläre Spielzeit zählt das Ergebnis nach 60 Minuten; ein Unentschieden ist möglich. Die Wette auf den Sieger inklusive Verlängerung zählt erst das Ende nach Overtime oder Shootout; ein Unentschieden gibt es nicht, die Quote verteilt sich auf zwei Ausgänge. In den DEL- und NHL-Playoffs gibt es kein Penaltyschießen; die Wette auf reguläre Spielzeit endet dort fast immer als Unentschieden.
Welche Livewetten auf Eishockey sind nach dem Glücksspielstaatsvertrag erlaubt?
Livewetten sind während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis und auf das nächste Tor erlaubt. Wetten auf einzelne Spielzüge, auf das nächste Powerplay-Tor oder auf den Ausgang eines Penaltyschießens sind nicht zulässig. Welche konkreten Live-Märkte ein Anbieter anbietet, hängt von seinem genehmigten Sportwettprogramm ab.
Welche Statistiken zählen bei einer Eishockey-Prognose, und warum ist kein Tipp sicher?
Eine Prognose stützt sich auf Torquote, Gegentorquote, Powerplay- und Penalty-Killing-Quote sowie Torhüterstatistik; dazu kommen Verletzungen, Reisebelastung, Heimvorteil und Back-to-back-Spiele. Kein Tipp ist sicher, weil Eishockey eine hohe Varianz hat: Ein Tor in der Overtime oder ein Pfostenschuss können den Ausgang kippen, und die Buchmachermarge sorgt dafür, dass der Wettmarkt langfristig einen Schnitt macht.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung aus?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und damit rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler; ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist dessen Entscheidung und steht in seinen AGB. Wer wissen will, ob die Steuer den eigenen Gewinn schmälert, liest die AGB des Anbieters.
Gilt das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat für alle Anbieter zusammen?
Ja. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung ist nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.
Was darf gewettet werden?
Nach § 21 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags sind festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts des Ereignisses sowie auf Vorkommnisse während des Ereignisses erlaubt, als Einzel- oder Kombiwetten. Erlaubt sind nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm (§ 21 Abs. 5) genehmigt hat. Verboten sind Wetten auf Ereignisse, die überwiegend Minderjährige oder Amateure betreffen — in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport, und auch DEL2-Spiele können je nach konkreter Auslegung betroffen sein, wenn die Nachwuchs- und Amateurspielanteile überwiegen. Manipulationen sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls ausgeschlossen. Soziale oder politische Ereignisse sind nicht wettbar.
E-Sport nimmt eine Sonderstellung ein: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt wird — es gibt in Deutschland keine lizenzierten E-Sport-Wetten. Virtuelle Sportwetten sind ebenfalls nicht etabliert; wer hier etwas liest, sollte es kritisch prüfen.
Sportarten – wettentippsinfo.com
Inhalt erstellt vom Team «wettentippsinfo.com»
